Supreme Commander 2 - Preview: Gleiche Größe, mehr Komfort

Chris Taylor, der Chef von Gas Powered Games, hat uns auf der E3 sein neues Strategiespiel Supreme Commander 2 gezeigt. In der Preview präsentieren wir Ihnen die wichtigsten Unterschiede zum Vorgänger.

von Fabian Siegismund,
16.06.2009 16:03 Uhr

Supreme Commander war und ist eins der größten Echtzeit-Strategiespiele der Geschichte. Zumindest inhaltlich: So riesige Karten und so viele Einheiten gleichzeitig bietet kaum ein anderes Programm. Der Nachfolger, Supreme Commander 2, soll laut Chris Taylor von Gas Powered Games nicht zwangsläufig noch größer, sondern in erster Linie bedienungsfreundlicher werden.

Vielen Spielern ist das Wirtschaftssystem von Supreme Commander zu kompliziert. Hier müssen Sie nach einem schwer durchschaubaren System ständig Energie erzeugen und gleichzeitig Masse abbauen, um Ihre riesigen Basen am Laufen zu halten. Zu viele Bauaufträge gleichzeitig können dabei die Energie- und Massereserven rasend schnell auffressen und die gesamte Produktion des Spielers für Minuten zusammenbrechen lassen.

In Supreme Commander 2 beherrschen zwar weiterhin Energie und Masse das Wirtschaftssystem, doch nun kosten alle Gebäude und Einheiten einen Festbetrag, der vorab »abgebucht« wird. Wer also die Produktion einer der 25 neuen, riesigen Experimental-Waffenplattformen in Auftrag gibt, der zahlt sämtliche Kosten für das Gerät im Voraus und kann dann sicher sein, dass das Ding auch tatsächlich nach der Bauzeit vom Fließband fährt.

Zu den für Supreme Commander typischen, riesigen Experimentaleinheiten gesellt sich in Supreme Commander 2 nun zum Beispiel eine Waffenfabrik, die fertige Einheiten direkt ins Zielgebiet schießt. Bekannte Kolosse wie der Fatboy hat Gas Powered Games überarbeitet: Der dicke Brummer hat jetzt zwar kein Helipad mehr, dafür aber noch größere Kanonen.

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Bei Supreme Commander werden frühe Einheiten überflüssig, sobald Sie bessere Fahrzeuge bauen können. In Supreme Commander 2 sollen die Kategorie-1-Vehikel von dauerhaftem Nutzen sein, indem Sie die Dinger kontinuierlich aufrüsten lassen. Dazu baut Gas Powered Games einen Tech Tree ein, auf dem Sie außerdem klar sehen können, was Sie erforschen müssen, um schließlich welches Gebäude errichten zu dürfen.

Diese Tech-Upgrades müssen Sie durch Erfahrungspunkte und/oder Masse und Energie kaufen. Damit müssen sich Spieler in einem Multiplayer-Gefecht zunächst auf eine Strategie festlegen, etwa indem Sie sich auf Panzer spezialisieren. Erst im späteren Match-Verlauf, wenn Sie genug Rohstoffe und Erfahrungspunkte gesammelt haben, können Sie das komplette Arsenal von Supreme Commander 2 freischalten.

Die wichtigste Einheit, die ACU, der Oberkommandierende und das Alter Ego des Spielers, wird in Supreme Commander 2 durch zusätzliche Upgrades mächtiger. Eine Art Schleudersitz katapultiert den Kopf des Riesenroboters zum Beispiel zurück in die Heimatbasis, wo Sie dem Ding einen neuen Körper bauen können, und ein Reaktor-Auswurf verhindert, dass die ACU bei Beschuss in einer riesigen Kernexplosion untergeht.

Stichwort Explosionen: Die sehen in der neuen Engine von Supreme Commander 2 viel besser aus als im Vorgänger. Trotzdem wird das Spiel nur milde Hardware-Anforderungen haben, verspricht Chris Taylor. Die Levels wirken jetzt außerdem echter: Als Begrenzungen dienen jetzt oft natürliche Hindernisse wie hohe Berge oder tiefe Schluchten. In letztere können zerstörte Einheiten sogar hineinstürzen. Trotzdem wird in Supreme Commander 2 keinen Kampf auf mehreren Höhenebenen geben.

Supreme Commander 2 erscheint Anfang 2010, und zwar nicht nur für den PC, sondern auch für die Xbox 360.


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