Supreme Commander - »Wir lieben Atombomben«

von GameStar Redaktion,
11.05.2006 07:22 Uhr

"Die Leute sagen: Ach, Echtzeit-Stratgie, ist das Genre nicht ausgereizt?", fragt Chris Taylor. Und antwortet sich im nächsten Satz selbst: "Nein! Es gibt tonnenweise neue Dinge zu tun." Ein paar Tonnen lädt der Chef von Gas Powered Games in der Präsentation von Supreme Commander ab -- in erster Linie Megatonnen.

"Wir lieben Atombomben", grinst der Dungeon Siege-Vater Taylor, während auf dem Bildschirm fünf Sekunden lang nur weißes Licht gleißt. Dann verglüht der Atomblitz, und auf dem Schlachtfeld liegen die Bäume fächerförmig um den enormen Einschlakrater herum. Dazwischen schwelen Wracks. Kurz zuvor hat hier noch eine Megaschlacht getobt: Infanterie wuselt durch den leichten Wald, Zukunftspanzer rollen im Lasergewitter gegeneinander an, Spinnenbots staken, über allem ziehen Bomber, Explosionen prasseln wie Regentropfen auf das Gelände. Schlachten in dieser Größenordnung hat man lange nicht mehr gesehen -- genauer gesagt seit Total Annihilaton. Supreme Commander erinnert in manchem an Chris Taylors Echtzeit-Werk von 1998, vor allem aber in der schieren Masse der Truppen.

Wie soll man bei maximal 500 Einheiten pro Seite die Übersicht behalten? So richtig beantworten konnte oder wollte Taylor die Frage nicht, stattdessen sprach er vage über den eigenen Spielstil. Allerdings bietet das Spiel viele Optionen, die dem Kommandanten das Leben erleichtern, allen voran den freien Zoom. Stufenlos schwebt die Kamera vom Schlachtfeld hinaus bis auf die Strategiekarte, auf der Unmengen von blauen Dreiecken, Vierecken und Kreisen wuseln. Hier legen Sie Wegpunkte gleich verbandsweise fest. Zudem unterstützt Supreme Commander als erstes Echtzeit-Strategiespiel zwei Monitore; auf einem läuft dann beispielsweise die Übersichtskarte. Das Interface soll sich flexbel anpassen lassen.

Vor allem gefällt Supreme Commander aber durch die kontrastreiche, leicht comichafte Grafik, in der die Schlachten scharf und übersichtlich wirken. Die pure Kriegsamtmosphäre hat uns jedenfalls schon ordentlich beeindruckt: Fliegende Transportfähren trudeln getroffen durch die Luft und prallen auf den Boden, gewaltige Schlachtschiffe zerbrechen in Einzelteile, Schutzschilde schimmern über Basisgebäuden. Und es glänzen, natürlich, die Atomblitze. Die lieben wir jetzt auch.

Supreme Commander soll im Frühjahr 2007 erscheinen.


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