Surface Pro & Xbox One - Sprachsteuerung hilft Behinderten im Web und bei der Arbeit

Ein Mann, der nach einem Tauchunfall ab dem Hals gelähmt ist, hat dank moderner Hardware sein Leben wieder mehr im Griff.

von Georg Wieselsberger,
02.07.2014 15:41 Uhr

Ein Surface Pro und eine Xbox One helfen Tyler Schrenk per Sprachsteuerung beim täglichen Leben. (Bildquelle: Microsoft)Ein Surface Pro und eine Xbox One helfen Tyler Schrenk per Sprachsteuerung beim täglichen Leben. (Bildquelle: Microsoft)

Der 29 Jahre alte Tyler Schrenk hatte vor zwei Jahren einen Tauchunfall und ist seitdem unterhalb des Nackens komplett gelähmt. Viele Dinge, deren Erledigung bei gesunden Menschen nur Sekunden dauert, wurden so zu einem oft zeitaufwändigen Problem. Schrenk benötigte für das Öffnen eines E-Books oft zehn Minuten, das Lesen einer E-Mail dauerte fünf Minuten und das Nutzen von Webseiten oder Netzwerken wie Facebook wurden ebenfalls dramatisch langsamer. Als er in seiner Kirche den Microsoft-Entwickler Jose Blakeley traf, hatte er diesen gefragt, ob er ihm beim Lesen von mehr Büchern helfen könne.

Die Nutzung des in Windows 8 enthaltenen Sprach-Erkennungssystems, eine sprachaktivierte Maussteuerung und ein Surface Pro mit weiteren Features, die die Bedienung erleichtern, erlernte Schrenk in wenigen Sitzungen. Um Nebengeräusche zu unterdrücken, wurde ein zusätzliches Mikrofon angeschlossen Für Schrenk sind auch die Kacheln von Windows 8, die Live-Informationen anzeigen können, eine wichtige Hilfe. Das Surface-Tablet ist inzwischen an seinem Rollstuhl befestigt und ein Großbildschirm an der Wand zeigt den Inhalt des Bildschirms zusätzlich an.

Schrenk kann nun mit der Tabellenkalkulation Excel arbeiten, E-Mails lesen und schreiben oder auch nur im Web surfen und bei einer Football Fantasy Liga mitspielen. Eine Xbox One die mit Kinect ebenfalls Sprachbefehle versteht, nutzt Schrenk nun zum Ansehen von Filmen und Fernsehsendungen. Rob Sinclair, Chief Accessibility Officer bei Microsoft und damit für die erleichterte Bedienung von Geräten zuständig, erwartet laut dem Blogbeitrag, dass Geräte wie Kinect in Zukunft Behinderten noch viel mehr helfen können. Kinder mit Autismus könnten so wieder mit ihrer Umwelt interagieren oder eine Software Gebärdensprache erkennen und in Text übersetzen oder Text in entsprechende Grafiken umsetzen. Tyler Schrenk studiert inzwischen am örtlichen College und hofft, eines Tages als Programmierer arbeiten zu können.


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