Technik - Kühlung durch Koronaentladung

Thorn Micro Technologies hat einen "Solid-State-Lüfter" ohne bewegliche Teile entwickelt, der nur ein Viertel so groß ist wie ein herkömmlicher Lüfter und gleichzeitig zwei bis drei Mal mehr Luft bewegen kann. Der RSD5 -Lüfter in der Größe eines Microchips ist extrem dünn, leise und die ersten Prototypen sind bereits in der Lage, einen Prozessor mit 25 Watt Abwärme zu kühlen.

von Georg Wieselsberger,
19.03.2008 08:56 Uhr

Thorn Micro Technologies hat einen "Solid-State-Lüfter" ohne bewegliche Teile entwickelt, der nur ein Viertel so groß ist wie ein herkömmlicher Lüfter und gleichzeitig zwei bis drei Mal mehr Luft bewegen kann. Der RSD5-Lüfter in der Größe eines Microchips ist extrem dünn, leise und die ersten Prototypen sind bereits in der Lage, einen Prozessor mit 25 Watt Abwärme zu kühlen.

Die dahinter stehende Technik nutzt einen Effekt, der Koronaentladung genannt wird. Dabei werden Luftmoleküle ionisiert, die sich dann bewegen und so einen Luftzug erzeugen. Der RSD5 kann so eine Luftbewegung von 2,7 Metern pro Sekunde erreichen, ein normaler Lüfter dieser Größe erreicht dagegen nur 0,7 bis 1,7 Meter pro Sekunde. Die Entwickler Dan Schlitz und Vishal Singhal hoffen, dass die neue Technik zu selbstkühlenden Chips führen kann.


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