Teil 5: Eingabegeräte-Trends 2001

von GameStar Redaktion,
27.12.2000 14:00 Uhr


Optische und Feedback-Mäuse

Optische Mäuse werden in diesem Jahr ihre Kugel-Kollegen weitgehend ablösen. Eine berührungslose Übertragung der Mausbewegung ist der herkömmlichen eindeutig überlegen - und das bereits zu Preisen ab etwa 60 Mark. Ganz neue Einsatzgebiete bieten sich dagegen für die aktuellen Feedback-Mäuse, die dem Benutzer durch leichtes Vibrieren anzeigen, wann sich zum Beispiel der Mauszeiger über einem Icon oder auf einem Hyperlink befindet. Auch für Computerspiele bieten sich lohnende Einsatzfelder: Mit einem stärkeren Effektmotor könnte der Spieler in 3D-Shootern den Einschlag einer Rakete über seine Hand spüren. Alleine die Unterstützung durch die Software-Hersteller fehlt noch. Laut Logitech wurde die I-Feel-Maus ursprünglich zwar nicht für Spiele ausgelegt, aber eine Erweiterung des Angebots wäre denkbar. Wir warten schon ungeduldig auf die erste Effekt-Maus für Spiele.

Sprachübertragung

Sprachübertragung bei Multiplayer-Spielen ist nicht ganz neu, aber 2001 wird diese Technik auch für ein breites Publikum zugänglich. Mit seinem Game Voice ermöglicht Microsoft nicht nur die Verständigung unter Team-Spielern, das Gerät kann auch per gesprochenem Befehl vorher definierte Ereignisse auslösen. Neue Spiele wie Siedler 4 werden Sprachbefehle genauso unterstützen wie Age of Empires 2 oder praktisch alle 3D-Shooter. Befehlseingabe per Stimme gehört zu den eindeutigen Trends des Jahres 2001. Viele Spieler werden nicht mehr auf die vielfältigen Möglichkeiten verzichten mögen.

Force Feedback

Force Feedback ist ein nach wie vor ungebrochener Trend bei Spielgeräten, besonders Lenkrädern. Kein Rennspiel traut sich mehr ohne eine entsprechende Unterstützung an die Verkaufstheke. Guter Nebeneffekt: Wegen der höheren Stückzahlen werden die Geräte immer billiger. Als Eingabe-Schnittstelle verliert der altgediente Gameport an der Soundkarte zusehends an Bedeutung. Alle aktuellen Knüppel oder Lenkräder setzen auf den neueren USB-Port, der leichtere Einbindung und einfachere Kalibrierung erlaubt. Die Effekte werden von den Herstellern ständig erweitert und verfeinert.

Gamepads

Bei den Gamepads lassen sich keine wirklichen Neuerungen erkennen. Die Hersteller arbeiten ausdauernd an immer neuen Modellen, die sich mit neuen Effekten wie Rumble-Motoren vom übrigen Angebot abheben sollen. Ein echter Negativ-Trend in diesem Bereich: die Freestyler-Pads, die mit den Handbewegungen des Spielers das analoge Steuerkreuz ersetzen wollen. Diese Technik ist bislang noch teuer und unausgereift, eine vernünftige Steuerung nur mit sehr wenigen Spielen möglich.

Spezial-Geräte

Mit seinem Strategic Commander hat Microsoft eine neue Art von Eingabegeräten am Markt platziert. Die Vorteile dieses Controllers, der eine umfangreiche Programmierung ansonsten komplizierter Befehle erlaubt, sind so vielfältig, dass dieses Jahr einige Nachahmer zu erwarten sind.

Fazit

Gute Force-Feedback-Effekte sind nicht für ein paar Mark zu bekommen. Wenn Sie also die Wahl zwischen einem guten normalen Gerät und einer gleichteuren Rüttel-Variante haben, sollten Sie ersteres nehmen. Ob sich Force Feedback bei Mäusen durchsetzt, hängt von zwei Dingen ab: Passt ein ausreichend starker Elektromotor in die Maus, ohne sie zu schwer und unhandlich zu machen? Und droht 3D-Actionfans eingeschränkte Zielgenauigkeit, weil ihre Maus bei jedem Raketenabschuss über den halben Schreibtisch zuckt?

Letzter Teil: Online Trends 2001 morgen (28.12.) ab 14:00 Uhr


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