The Elder Scrolls Online: Morrowind - Was ist so cool an Vvardenfell?

Im neuesten Kapitel von The Elder Scrolls Online verschlägt es die Spieler 15 Jahre nach The Elder Scrolls 3: Morrowind erneut nach Vvardenfell. Aber was ist an der Vulkaninsel eigentlich so besonders?

von Andreas Bertits,
22.05.2017 14:38 Uhr

Fremdartige Kulturen, wilde Landschaften und exotische Kreaturen - Morrowind war schon immer anders als der Rest der Elder-Scrolls-Reihe.Fremdartige Kulturen, wilde Landschaften und exotische Kreaturen - Morrowind war schon immer anders als der Rest der Elder-Scrolls-Reihe.

Die Rollenspiel-Reihe The Elder Scrolls spielt in der Fantasy-Welt Tamriel, im Grunde eine High-Fantasy-Welt, wie sie im Buche steht. Lauschige und geheimnisvolle Wälder, große Gebirge, tiefe Dungeons, satte grüne Auen, gespickt mit uralten Ruinen, und majestätische Städte prägen einen großen Teil der Landschaft. Das trifft vor allem auf die früheren Teile der Reihe wie Arena, Daggerfall oder Oblivion zu.

Allerdings existieren in Tamriel auch Orte, die sich nicht an diese gängigen Fantasy-Konventionen halten. Dazu gehören die nebelverhangenen Moore des der Schwarzmarsch im Südosten und direkt nördlich davon gelegen das Land Morrowind.

Abwechslung dank Aschewolken

The Elder Scrolls Online: Morrowind - Gameplay-Trailer zeigt Hüter, Monster und Dungeons 1:46 The Elder Scrolls Online: Morrowind - Gameplay-Trailer zeigt Hüter, Monster und Dungeons

Vvardenfell ist eine große Insel in der Mitte Morrowinds, geprägt von einem gewaltigen Vulkan, dem Roten Berg. Dieser Vulkan beeinflusst Flora und Fauna der gesamten Provinz Morrowind nachhaltig. Denn die Asche, die immer wieder aus dem Berg austritt, verhindert eine blühende Vegetation, wie sie beispielsweise das grüne Land Cyrodiil oder die Summerset-Inseln bieten. Je weiter man ins Landesinnere vordringt, desto fremdartiger wird die Landschaft.

An den Hängen des Roten Berges befinden sich die Aschlande, eine kaum bewohnbare Gegend, in der regelmäßige Aschestürme über das Land fegen. Weidetiere finden hier kaum Nahrung und der Wind trägt die Pest mit sich, eine schwere Krankheit, die sogar zum Tod führen kann.

Die Bitterküste im Westen besteht aus sumpfigen Gebieten, die nur wenige kleine Siedlungen beherbergt, darunter der Hafen Seyda Neen, wo das Abenteuer von The Elder Scrolls 3: Morrowind beginnt.

Die Weidenländer im Nordosten Vvardenfells tragen ihren Namen zurecht, denn dies ist eine der wenigen Regionen des Landes, wo Tiere Nahrung finden, weswegen die Dunmer ihre Herden dort zum Grasen hinführen.

Der größte Teil der Landwirtschaft des Landes findet allerdings auf den grünen Ascadia-Inseln im Süden statt. Hier sind die beiden großen Stadtgebiete von Vivec und Ebenherz zu finden, die dicht besiedelt und deshalb Zentren des Handels sind.

Auf Streifzug durch Vvardenfell: Lore-Special zur Welt von Morrowind

In Cyrodiil schleppen Pferde die Lasten von Heer und Händlern, auf Vvardenfell haben die Dunmer dazu die Guar, große Reptilien, gezähmt.In Cyrodiil schleppen Pferde die Lasten von Heer und Händlern, auf Vvardenfell haben die Dunmer dazu die Guar, große Reptilien, gezähmt.

Vvardenfell: Land der Unterschiede

Vvardenfell ist also ein Ort, der viele Landschaften miteinander vereint. Unwirtliche Gegenden wechseln sich mit grünen Weiden und den blühenden Gebieten der Ascadia-Inseln ab. Dennoch befindet die gesamte Insel im eisernen Griff des Vulkans.

Auch, wenn die Asche, die er ausstößt, nur in seiner direkten Nähe wirklich gefährlich ist, wirkt sie sich auch auf die Gebiete im äußeren Bereich der Insel aus. Denn dort sprießen baumhohe Pilze aus dem Boden und die Umgebung besitzt aufgrund der ungewöhnlichen Pflanzenwelt eine Atmosphäre wie auf einem anderen Stern.

An die baumhohen Pilze werden sich die meisten Morrowind-Spieler sofort erinnern können.An die baumhohen Pilze werden sich die meisten Morrowind-Spieler sofort erinnern können.

Die für ein Fantasy-Spiel ungewöhnliche Landschaft macht einen großen Reiz aus. Denn Vvardenfell zu erkunden ist nicht einfach so, als würde man einfach eine andere Region in einem regulären Fantasy-Reich bereisen.

Dazu tragen auch die ungewöhnlicheren Kreaturen bei, auf die man treffen kann, darunter die riesigen, unter The-Elder-Scrolls-Fans ikonischen Schlickschreiter, die wie eine Art überdimensionierter Floh aussehen und mit ihren langen Beinen schnell durch die Moore staksen können.

Auch die echsenartigen Guar, die als Reittiere und für den Transport gebraucht werden, sehen nicht wie typische Kreaturen aus einer tolkienesken Fantasy-Welt aus. Die ameisenartigen Skrib oder die Kwama, die auch aus einem Alien-Monsterfilm stammen könnten, verstärken dieses Bild noch.

Wesen wie die insektoiden Kwama finden Abenteurer im Rest Tamriels nicht alle Tage.Wesen wie die insektoiden Kwama finden Abenteurer im Rest Tamriels nicht alle Tage.

Die Kultur der »Dunkelelfen«

Ein weiterer Grund, warum Vvardenfell als Spielwelt so interessant und spannend wirkt, ist die Kultur der Dunmer. Die Insel ist politisch gespalten und wird von den großen Häusern Hlaalu, Redoran und Telvanni sowie dem Tribunal-Tempel und dem Kaiserreich von Tamriel beherrscht.

Während die Häuser versuchen, das Volk zu einen und die Kultur der Dunmer aufrecht zu erhalten, kommt es immer wieder zu Streitigkeiten und Verrat, der vor allem von den Telvanni ausgeht. Diese politische Spannung sorgt für jede Menge Zündstoff, in dessen Sprengradius auch der Spieler agiert - Meuchelmord ist keine Seltenheit.

Die Dunmer besitzen eine reichhaltige Kultur und Geschichte, über die der Spieler mehr erfahren kann, wenn er sich mit ihren Traditionen und Gebräuchen befasst, die sich teilweise stark von dem unterscheiden, was man von handelsüblicher mittelalterlicher Fantasy kennt.

Unterschiedliche Fraktionen ringen auf Vvardenfell um die Vorherrschaft - auch mittels Meuchelmord!Unterschiedliche Fraktionen ringen auf Vvardenfell um die Vorherrschaft - auch mittels Meuchelmord!

Ein ganzes Volk, einfach weg

Vvardenfell war außerdem die Heimat der Dwemer, dem auf mysteriöse Weise verschwundenen Volk der »Tief-Elfen«, die sich den arkanen Künsten und der Wissenschaft verschrieben hatten. Überall auf der Insel sind Ruinen ihres einstigen Reiches zu finden, als Mahnung für die einen, als Anreiz für die anderen.

Das verschwundene Volk: Lore-Special zu den Dwemer

The Elder Scrolls 3: Morrowind ist für viele Fans der RPG-Reihe der interessanteste Teil, eben weil die Insel Vvardenfell so anders, so fremdartig und fast schon Alien-artig ist und weil sich die Gesellschaft der Dunmer so stark von dem unterscheidet, was wir von anderen Fantasywelten kennen.

Es macht Spaß, diese fremdartige Welt kennenzulernen und in eine neue Kultur einzutauchen. In The Elder Scrolls Online: Morrowind kehren wir in diese besondere Welt zurück, diesmal aber in die Zeit vor dem Niedergang des Tribunals und den Katastrophen der Vierten Ära. Das Morrowind, das wir jetzt sehen, steht uns in seiner vollen Blüte offen!

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