The First Tree - Herzergreifendes Adventure aus den Augen eines Fuchses

Das Adventure The First Tree stammt von einem einzigen Entwickler und will wie Firewatch eine herzergreifende, persönliche Geschichte erzählen - allerdings aus der Sicht eines Fuchses.

von Elena Schulz,
24.09.2017 10:00 Uhr

The First Tree erinnert an eine Mischung aus Firewatch, Journey und Shelter. Als Füchsin suchen wir unsere Jungen und erleben parallel die persönliche Geschichte von Joseph.The First Tree erinnert an eine Mischung aus Firewatch, Journey und Shelter. Als Füchsin suchen wir unsere Jungen und erleben parallel die persönliche Geschichte von Joseph.

Adventures wie Firewatch oder Gone Home eignen sich wunderbar um persönliche Geschichten interaktiv zu vermitteln. Auch The First Tree versucht das und erzählt von Joseph, der nach Jahren wieder die Verbindung zu seinem Vater sucht, kombiniert die Story aber noch mit einer zweiten Ebene: Wir steuern eine Füchsin durch ein weites Land auf der Suche nach ihren Jungen. Was herauskommt ist eine herzergreifende Parabel auf die Familie, die noch lange nachhallt.

Das etwa zweistündige Spiel stammt von einem einzigen Entwickler, der hier einen sehr guten Job abgeliefert hat. Auch wenn das Spiel technisch nicht auf dem Niveau eines Firewatch ist, so überzeugt es doch ebenfalls durch eine ansprechende Low-Poly-Optik und eine (auf Englisch, aber mit deutschen Untertiteln) wunderschön vertonten Geschichte, die uns emotional wirklich mitnimmt.

Eine emotionale Reise

Joseph wacht aus einem besonders lebhaften Traum von einer Füchsin auf und beginnt irritiert, seiner Freundin davon zu erzählen. Währenddessen durchstreifen wir als diese Füchsin eine Schneelandschaft, die später von weiten Wiesen oder einem verträumten Wald abgelöst wird.

Unterwegs finden wir immer wieder Erinnungsstücke, bei denen Joseph kleine Anekdoten aus seiner Kindheit und Jugend erzählt. Im Mittelpunkt steht dabei der Vater, den Joseph früher sehr geliebt und bewundert, aber später irgendwie aus den Augen verloren hat.

Das Beste kommt zum Schluss

Die verzweifelte Suche der Füchsin nach ihren Jungen mischt sich mit einer Geschichte, die uns emotional packt, weil es ein Thema ist, das uns allen bekannt vorkommt: Es geht um Familie, den Schmerz darüber, dass die gemeinsame Zeit begrenzt ist und das wundervolle Gefühl, immer jemanden zu haben, der einen auffängt.

Das Gameplay ist dabei nicht der Rede wert: Wir laufen herum und absolvieren kleine Jump&Run-Passagen, die zwar nett gedacht sind, aber aufgrund der fummeligen Steuerung nicht immer funktionieren. Das lässt sich aber verschmerzen. Zum Ende gibt es nämlich noch einmal eine große Überraschung, die die Geschichte nicht nur passend abrundet, sondern sogar die Community des Spiels miteinbezieht. Wir sagen nur so viel: Sammelt am besten möglichst viele der leuchtenden Sterne unterwegs ein.

The First Tree stammt von David Wehle und ist seit dem 14. September für rund 8 Euro auf Steam zu haben.

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