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The Solus Project im Test - Der Menschheit letzte Hoffnung

The Solus Project will ein Survival-Adventure für Solisten sein. Im Test klären wir, ob sich Überlebenskünstler und Abenteurer gleichermaßen von der Menschheitsrettung angesprochen fühlen dürfen.

von Benjamin Schäfer,
09.06.2016 16:57 Uhr

The Solus Project - Testvideo: Entdeckungstour auf dem Alien-Planeten Gliese-6143-C 5:14 The Solus Project - Testvideo: Entdeckungstour auf dem Alien-Planeten Gliese-6143-C

In The Solus Project sind wir Pionier aus Überzeugung! Und deswegen auch Teil von eben diesem Solus Projekt, das sich um die Suche nach einem neuen Zuhause für die Menschheit kümmert. Denn die treibt nach der Zerstörung der Erde ziellos durchs All. Damit das Weltraum-Nomadentum möglichst bald ein Ende hat, sollen wir im Survival-Adventure The Solus Project den vielversprechenden Planeten Gliese 6143-C erkunden, um dessen Bewohnbarkeit einzustufen. Allerdings werden wir beim Landeanflug prompt abgeschossen und stürzen in einer Notkapsel auf die Planetenoberfläche des eigentlich unbewohnten Trabanten. Und damit ist auch klar, was wir in The Solus Project herausfinden müssen: Wer hat da geballert? Und können die Menschen trotzdem auf Gliese siedeln?

The Solus Project - Screenshots ansehen

Survival? Ja/Nein/Vielleicht

Nach den ersten Schritten auf dem potenziellen Erdersatz stolpern wir über unseren elektronischen Kompagnon Wilson. Wilson ist kein bemalter Volleyball, sondern ein praktischer Taschencomputer Er informiert uns nicht nur über unseren Auftrag, die Menschheit zu retten, sondern auch über Wind, Wetter und unsere Vitalfunktionen. Letztere sind bei The Solus Project wie in der Realität überlebenswichtig: Essen, schlafen oder trinken wir zu wenig, segnen wir das Zeitliche und mit uns die gesamte Menschheit. Es sei denn, wir haben keine Lust auf Survival. Dann können wir im Optionsmenü den Survival-Grad unseren spielerischen Wünschen anpassen oder sogar komplett auf den Überlebenskampf verzichten.

Drei Schwierigkeitsgrade Gleich zu Beginn können wir einen der drei voreingestellten Schwierigkeitsgrade wählen. Im Optionsmenü verändern wir aber jederzeit unseren Ressourcenbedarf oder schalten die visuellen Marker ein oder aus.

1. Marker Haben wir alle visuellen Marker eingestellt, erkennen wir nicht nur benutzbare Gegenstände aus der Entfernung, sondern haben auch dauerhaft unser nächstes Ziel vor Augen.

2. Visuell Wer lieber mehr erkunden und sich nur mit Hilfe von Wilson über Stock und Stein bewegen möchte, der kann die Wegmarker ausschalten. Benutzbare Gegenstände werden dabei weiterhin angezeigt.

3. Keine Hilfen Wahre Erkunder und Überlebenskünstler schalten einfach jegliche visuelle Unterstützung ab und inspizieren jeden Winkel, um Nahrung oder Tagebuchseiten zu finden.

Wenn wir das machen, können wir uns komplett auf die Erkundung von Gliese konzentrieren. Das ist nach den ersten paar Spielstunden auch empfehlenswert. Denn die Survival-Mechaniken sind zwar gut umgesetzt und passen definitiv zum Szenario, auf Dauer verkommt der Dreiklang aus Essen, Trinken und Schlafen aber zur lästigen Routinearbeit. Als Survivalspiel für Solisten fehlen The Solus Project die Momente, in denen wir wirklich um unser Überleben kämpfen müssen.

In allen Ecken und Winkeln

Die Stärke von The Solus Project liegt in der Spielwelt. Die glänzt nicht nur mit ihrem detaillierten Design, sondern strotzt nur so vor geheimen Verstecken und versteckten Geheimnissen. Neben Relikten und Artefakten, die beispielsweise unsere Resistenzen gegen Kälte verbessern, finden wir auch Schalter, die irgendwo auf der Insel eine Tür zu einem versteckten Raum öffnen. Später brechen wir sogar durch bröckelige Wände, um weitere Relikte freizulegen.

Glücklicherweise hat Wilson ausreichend Rechenpower, um die alten Inschriften der Steintafeln zu übersetzen.Glücklicherweise hat Wilson ausreichend Rechenpower, um die alten Inschriften der Steintafeln zu übersetzen.

Überall auf Gliese verteilt finden wir auch Tagebuchseiten und Steintafeln. Anhand dieser erzählt das Adventure seine Geschichte und erlaubt uns so Einblicke in die Vergangenheit des Planeten und des Solus Projekts. Diese Überlieferungen zu suchen lohnt sich, da die erzählten Geschichten nicht nur spannend sind, sondern auch zu unserem Gefühl beitragen, dass wir nicht allein über Gliese 6143-C stromern.


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