The Witcher um 84% reduziert - Der Beginn eines Meisterwerkes für unter 2 Euro

The Witcher 3 gehört zu den meistgelobten Rollenspielen überhaupt. Aber was ist mit The Witcher 1? Das sollte man auf keinen Fall vergessen, meint Elena - schon gar nicht für unter zwei Euro im GOG Summer Sale.

von Elena Schulz,
16.06.2017 13:00 Uhr

Witcher 1 kann man auch heute noch gut spielen, findet Elena und legt den Vorgänger des großen Rollenspiel-Meilensteines The Witcher 3 allen wärmstens ans Herz.Witcher 1 kann man auch heute noch gut spielen, findet Elena und legt den Vorgänger des großen Rollenspiel-Meilensteines The Witcher 3 allen wärmstens ans Herz.

Wenn man rumfragt, wer denn alles The Witcher gespielt hat, ist die Antwort oft die gleiche: »Ja, aber nur The Witcher 3«. Die Vorgänger sind schließlich alt, haben eine schwammige Steuerung und längst nicht so eine schicke Open-World-Grafik wie das aktuelle Vorzeigerollenspiel The Witcher 3.

Ich hingegen hatte bis vor kurzem noch keinen Witcher-Teil gespielt. Da der erste Teil nicht gut gealtert sein sollte, überlegte auch ich, mit Teil 3 anzufangen. Dann habe ich mich aber bewusst dagegen entschieden.

The Witcher 1 ist von 2007, also noch nicht so alt, die Enhanced Edition hat die zum Release noch schwerwiegenden Bugs längst gefixt und veraltete Grafik ist nun einmal nicht gleichbedeutend mit einem schlechten Spiel - immerhin liebe ich auch Deus Ex, ein Spiel, das ich weit nach seinem Release im Jahr 2000 das erste Mal gespielt habe. Und das sah damals schon ziemlich grottig aus.

Der wichtigste Punkt für mich ist aber: Die Hexer-Reihe ist vor allem für ihre Geschichte und ihre guten Charaktere beliebt. Und The Witcher 1 gibt mir die Chance, sie in Witcher 3 ganz anders zu erleben als diejenigen, die nur den dritten Teil gespielt haben.

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Riesen-Rollenspiel zum Spottpreis

Um eine Hürde gleich vorher wegzunehmen: Der Preis ist so niedrig, dass im Prinzip jeder The Witcher 1 bedenkenlos kaufen kann. Der Titel ist sowohl bei GOG, als auch bei Steam regelmäßig heruntergesetzt. Im aktuellen GOG Summer Sale bekommen Sie ihn für schlappe 1,39 Euro - also nicht mal zwei Euro für 50 bis 80 Stunden Spielzeit.

Die einzige Frage, die sich noch stellt, ist also: Macht The Witcher 1 heute noch Spaß? Das kann ich ganz klar mit einem »Ja« beantworten als jemand, der vorher nichts mit der Reihe am Hut hatte und auch die Bücher nicht kannte.

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Als ich Witcher 1 zum ersten Mal starte, beeindruckt mich schon der schicke Intro-Film, in dem Geralt als grimmiger Monsterjäger und süffisanter Frauen-Verführer gezeigt wird. Die Spielgrafik ist heute nicht mehr ganz so überzeugend, aber durch den Tag-Nacht-Wechsel entsteht immer wieder eine schöne Lichtstimmung. Auch die Umgebungen sehen noch überraschend gut aus, während die Charaktermodelle dadurch irritieren, dass sie sich gerne mal doppeln - aber für Sammelaufgaben und Würfelpartien (damals gab es noch kein Gwent) reicht das schon.

Umso besser gefällt mir, wie überschaubar die Welt ist: Da ich langsam genervt von all den Mega-Open-Worlds bin, ist der Hub-Charakter der Mittelalterwelt genau richtig. Ich kann nach Herzenslust erkunden, ohne das Gefühl zu haben, die riesige Karte ohnehin nicht voll erfassen zu können.

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Trotz Sammelkarten sympathisch

Und ich mag die Kämpfe trotz der gewöhnungsbedürftigen Steuerung überraschend gern, auch weil sie so schön mit der Welt verknüpft sind. Die Monster sind eben nicht einfach da, sondern greifen mich nur nachts und an passenden Orten an: Geister lungern in dunklen Kellern rum und Ertrunkene schlurfen aus dem Wasser. Sogar Kodex-Einträge sind sinnvoll ins Spiel integriert: Nur, wenn ich sie gelesen habe, bekomme ich den Loot, den ich für bestimmte Quests brauche.

Aber während all das nicht erklärt, warum man nicht trotzdem einfach Witcher 3 spielen sollte, ist die Story für mich ausschlaggebend: Geralt ist trotz der furchtbaren Sammelkarten, die man für jede Frau bekommt, die man flachlegt (ernsthaft, CD Projekt?), ein überraschend tiefgründiger und sympathischer Charakter. Ich möchte mehr über ihn und seine Geschichte erfahren. So bekomme ich die Chance, ihn von Anfang an zu begleiten, Figuren wie Shani oder Triss lange vor Witcher 3 kennenzulernen und Konflikte wie den zwischen den Zauberwesen und den Menschen, überhaupt erst entstehen zu sehen.

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Alles, was in The Witcher 3 passiert, hat für mich damit eine viel stärkere Bedeutung. Jede Entscheidung, die ich sonst unwissend treffen würde, habe ich bereits in den Vorgängern getroffen und erlebt. Deshalb spiele ich jetzt fleißig The Witcher 1 und dann Witcher 2 und freue mich darauf, die Witcher-Reihe als dreiteiliges Epos zu erleben, statt nur eine Episode daraus.

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