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The Flock - Das Spiel, das sich selbst vernichtet

215.358.979 Leben, dann ist das Spiel vorbei – mit dieser Prämisse hat das Multiplayer-Actionspiel The Flock vor seiner Veröffentlichung für Aufsehen gesorgt. Aber ist das Ergebnis den Aufruhr überhaupt wert?

von Benjamin Schäfer,
24.08.2015 16:42 Uhr

Was ist ... The Flock? - Das Spiel, das sich selbst zerstört 10:08 Was ist ... The Flock? - Das Spiel, das sich selbst zerstört

Der Gedanke hinter dem asymmetrischen Online-Multiplayer-Spiel The Flock ist schnell erklärt: Um nicht in die Bedeutungslosigkeit abzudriften, versieht das niederländische Indie-Studio Vogelsap ihr Erstlingswerk mit einem Todes-Countdown. Bei jedem Ableben eines Spielers tickt ein Leben von der Uhr. Sind alle Leben verbraucht, wird der Verkauf von The Flock gestoppt und ein großes Finale beginnt. Und danach? Danach soll es das gewesen sein. Niemand kann mehr spielen: The Flock zelebriert Vergänglichkeit in jeder Fasern seines Seins. Schade nur, dass dies auch für den Spielspaß gilt.

Einer gegen Alle

Wir starten jede Partie als Teil des Schwarms. Skelettartige Viecher, die im Jahre 3000 die Erde bevölkern. Als Schwarm-Monster sind wir agil, sprinten durch die Level und springen über Abgründe. Unser Ziel: das Lichtartefakt. Die Bezeichnung Artefakt ist dabei reichlich übertrieben, das Ding ist kaum mehr als eine übergroße Taschenlampe. Allein das Halten der Funzel bringt uns Punkte ein, die wir für den Sieg brauchen. Noch mehr Punkte gibt's, wenn wir blaue Kugeln anstrahlen.

The Flock - Screenshots ansehen

Und schließlich hilft uns das Licht auch noch dabei, die maximal fünf anderen Spieler, die noch als Monster herumlaufen, abzuwehren. Strahlen wir den Monstern direkt in die hässliche Fratze, gehen sie in Flammen auf. Als Lichtträger traben wir nur noch sehr behäbig durch die drei Arenen. Trotzdem müssen wir stets in Bewegung bleiben, um unser Licht am Laufen zu halten. Wollen wir uns verbergen, können wir das Artefakt auch abschalten, sind dann aber leichte, wehrlose Beute und sammeln keine Punkte. Da verstecken also nichts bringt, verbringen wir die meiste Zeit mit Wegrennen.

Als Skelett-Monster versuchen wir, dem Lichtträger aufzulauern und ihn von hinten anzugreifen, um nicht seiner tödlichen Funzel zum Opfer zu fallen. Glücklicherweise erlangen wir Immunität gegen das gleißende Licht, sobald wir stillstehen. Zusätzlich haben wir die Möglichkeit einen Klon unserer Spielfigur zu erzeugen. Im besten Fall zieht die Attrappe dann die Aufmerksamkeit des Lichtträgers auf sich, während wir uns in seinen Rücken schleichen. Allerdings wurde in unseren Testmatches beinahe ausschließlich die Brechstangen-Methode angewendet: Alle Spieler stürzen sich mehr oder weniger direkt auf den Lichtträger. Wer überlebt, gewinnt.

Mit dem Lichtartefakt wehren wir uns gegen die angreifenden Schwarmmitglieder und rösten sie im Strahl unseres Lichtes.Mit dem Lichtartefakt wehren wir uns gegen die angreifenden Schwarmmitglieder und rösten sie im Strahl unseres Lichtes.

Spielgewordene Salzsäule

Das macht deutlich, dass die abgedrehte Idee des Todes-Countdowns einfach nicht zündet. Die über 215 Millionen Tode wirken angesichts der geringen Spielerzahl, die The Flock aktuell vorweisen kann, absurd und unerreichbar. Das gewollte Gefühl der Vergänglichkeit kommt nicht auf. Auch das angepriesene Horror-Feeling samt Jump-Scares kam bei uns nicht auf. Und mit mageren drei Karten kann The Flock beim Umfang ebenfalls nicht überzeugen. The Flock bietet leider zu wenig, um uns auf Dauer motivieren zu können. In den einzelnen Partien entsteht keine nennenswerte Dynamik, der Spielablauf ist nicht sonderlich spannend und höchstens erschreckend monoton. So ist und nach kurzer Zeit der Spaß am Spiel vergangen.

The Flock - Teaser-Trailer des Horrorspiels 1:03 The Flock - Teaser-Trailer des Horrorspiels

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