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The Park im Test - Achterbahn des Gähnens

Die Secret-World-Macher experimentieren mit der Unreal Engine 4, heraus kommt das Horror-Adventure The Park. Das hat uns im Test Angst eingejagt - und gelangweilt.

von Benjamin Schäfer,
27.10.2015 15:20 Uhr

The Park - Testvideo: Hier gibt's Grusel statt Zuckerwatte! 4:02 The Park - Testvideo: Hier gibt's Grusel statt Zuckerwatte!

Alleine im Vergnügungspark, ohne Warteschlangen, Menschenmengen etc.: cool! Nachts allein in einem Vergnügungspark herumlaufen, der auf verfluchtem Land gebaut wurde und seit Jahren geschlossen ist, während wir unseren dort verloren gegangenen Sohn suchen: uncool!

Als Horror-Adventure konfrontiert uns The Park mit letzterer Situation und schickt uns als verzweifelte Mutter Lorraine in den Atlantic Island Park, um dort den weggelaufenen Sohn Callum zu finden. Dabei will The Park nicht nur mit unserer Wahrnehmung, sondern auch mit unserem Verstand spielen. Während ersteres immer mal wieder funktioniert, bleibt unser Verstand aber ziemlich unberührt.

The Secret World-Verbindung
The Park spielt im selben Universum wie Funcoms MMO The Secret World. Der Atlantic Island Park sollte Spielern des Verschwörungs-MMOs bekannt vorkommen. Insgesamt steckt viel Bekanntes in The Park, dennoch gibt es keine Verständnisprobleme, wenn man The Secret World nicht kennt.

Rabenmutter?

Sein Kind nicht mehr zu finden ist eine der schlimmsten Erfahrungen für sorgende Eltern. Allerdings macht Lorraine – die Protagonistin von The Park – von Anfang an nicht den Eindruck, eine gute, sorgende Mutter zu sein. Für uns rangiert sie mit ihren rot unterlaufenen Augen und ihrem anfänglichen leicht hysterischen Auftreten eher in der Kategorie »überforderte Trailer-Park Mutter«. Trotzdem betreten wir mit ihr den Park, bahnen uns den Weg vorbei an heruntergekommenen und überwucherten Jahrmarktbuden und rufen unentwegt den Namen unseres Sprösslings in die bedrohliche Dunkelheit.

The Park - Screenshots ansehen

Die Atmosphäre, die Funcom in The Park erzeugt, ist dicht und entspricht unserer Vorstellung eines verfluchten, verwahrlosten Freizeitparks ziemlich genau: Der Wind weht durch die Wipfel der Bäume, überall knarzt und raschelt es, über die Lautsprecheranlage ist ein leises Flüstern zu hören. Doch dann setzt der erste Monolog ein und Lorraine erzählt uns ruhig und wenig besorgt von ihren Problemen mit Callum und wie die Geburt ihr Leben negativ veränderte. Kaum ist der Monolog vorbei rufen wir wieder mit leicht zittriger Stimme nach unserem Sohn. Komisch, das passt nicht zusammen.


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