THQ Entertainment - Stellungnahme nach Wirbel um Interview

Danny Bilson, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Publisher THQ, hat nach einem Interview seines Creative Directors eine offizielle Stellungnahme veröffentlicht.

von Frank Maier,
25.08.2010 10:47 Uhr

Ein Interview von Cory Ledesma, Creative Director bei Publisher THQ Entertainment, hat unter Spielern für Wirbel gesorgt und großes Unverständnis hervorgerufen. Gegenüber britischen Medien stellte er unter anderem Käufer von Gebrauchtspielen an den Pranger und hatte ihnen sogar Betrug vorgeworfen. Bei der Verteidigung des unternehmenseigenen Premium Online Access - Käufer von neuen Spielen werden mit zusätzlichen Inhalt belohnt - hatte er sich zudem in der Wortwahl sehr unglücklich ausgedrückt. (wir berichteten).

In einer offiziellen Stellungnahme versucht der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von THQ, Danny Bilson, die Wogen zu glätten und die Spieler zu besänftigen:

„Das Wichtigste für uns ist, qualitativ hochwertige Spiele zu entwickeln. Solche, die sich die Spieler unbedingt kaufen wollen. Wenn der gesamte Erlös an den Machern dieser Spiele vorbeigeht, ist es schwierig, sie zu fördern und finanziell zu unterstützen. Das ist an sich eine einfache Rechnung.

Aber wir möchten in keiner Weise die Käufer gebrauchter Spiele bestrafen. Daher werden wir unter anderem Folgendes für sie tun: Für die Tatsache, dass ihnen für unseren Premium Online Access Kosten entstehen, schenken wir ihnen neue Download-Inhalte. Das heißt beispielsweise, dass wenn man unser kommendes WWE-Spiel gebraucht erwirbt, erhält man für ca. 10 Dollar nicht nur den besagten Zugang zu sämtlichen Online-Elementen des Spiels, sondern auch das erste DLC-Paket dazu.

Auf diese Wiese liefern wir den Gebrauchtspiel-Käufern Inhalte, die ihr Geld tatsächlich umso mehr wert sind. Wir versuchen stets, das Thema positiv zu gestalten. Jedoch müssen wir ebenso darauf achten, dass die neue Ware unsere Premiumware ist und die gebrauchte Ware eben gebrauchte bleibt. Wir müssen unsere Software entsprechend so gestalten, dass sie dies auch beweist.

Wir nehmen dies alles sehr ernst, denn wir möchten unbedingt Spiele kreieren, die z.T. 30 Millionen Dollar oder mehr kosten und schlichtweg großartig sind. Nur wenn wir damit kein Geld verdienen, werden wir auf Dauer keine Unterhaltung von höchster Qualität mehr produzieren können.

Gleichzeitig möchten wir aber wir auch unsere eigenen Kunden nicht bestrafen. Daher arbeiten wir mit Hochdruck daran, jedem Spieler Inhalte zu liefern, die es sich zu holen lohnt. Wir möchten dabei jedem gerecht werden, so dass wir es schließlich nur mit zufriedenen Konsumenten zu tun haben – unabhängig davon, ob sie ein neues Spiel oder dessen gebrauchte Version kaufen.“


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