Thunderbolt - Ab 2012 vermehrt anzutreffen

Bislang findet sich die Thunderbolt-Schnittstelle nur in wenigen Computern - und da fast ausschließlich in Geräten von Apple und Sony. Ab April 2012 soll sich das ändern und auch Windows-PCs vermehrt mit der schnellen Schnittstelle ausgeliefert werden.

von Dennis Ziesecke,
27.12.2011 18:42 Uhr

Mit Thunderbolt dürften bislang wohl nur wenige Windows-Nutzer etwas anfangen können. Die schnelle Schnittstelle wurde zwar bereits im Februar 2011 eingeführt, allerdings setzt bis heute fast ausschließlich Apple serienmäßig auf Thunderbolt. Einzig Sony stattet einige Vaio-Z-Notebooks mit Thunderbolt aus, nutzt dabei aber nicht die von Apple eingesetzten Anschlüsse sondern eine proprietäre Steckerform. Sony sieht Thunderbolt zudem beim Vaio-Z nicht als Anschluss für beliebige Peripherie sondern ausschließlich für die hauseigenen Dockingstations mit integrierter Grafikeinheit. Diese allerdings zeigt dank der hohen Geschwindigkeit von Thunderbolt eine für ein externes Modell sehr erfreuliche Performance.

Wie DigiTimes nun berichtet, plant Intel ab April 2012 eine umfangreiche Einführung von Thunderbolt. Zu diesem Zwecke arbeitet der Prozessorhersteller und Thunderbolt-Mitentwickler Intel mit Partnern wie Asus, Sony und Gigabyte zusammen um Mainboards und mobile Rechner mit Thunderbolt-Zusatzchips auf den Markt zu bringen.

Bislang fehlt es Thunderbolt aber nicht nur an Verbreitung auf Mainboards und in Notebooks sondern auch an kompatibler Peripherie. Die Schnittstelle ist zwar schnell genug, um selbst Mittelklasse-Grafikkarten mit akzeptabler Geschwindigkeit extern an Notebooks anzubinden, nur findet sich mangels Verbreitung kein Hersteller für entsprechende Produkte. Mit der Einführung einer breiten Produktpalette von Mainboards und Notebooks mit Thunderbolt-Schnittstelle wird aber nicht nur der noch immer recht hohe Preis für die Thunderbolt-Chips von aktuell 20 US-Dollar sinken. Mit einer entsprechenden Verbreitung werden auch Peripheriehersteller verstärkt zu Thunderbolt greifen. USB 3.0 wird zwar weiterhin bei Produkten wie externen Festplatten eine größere Rollen spielen, einige Produkte benötigen aber eine höhere Geschwindigkeit als die theoretisch möglichen 5 Gigabit pro Sekunde von USB 3.0 - hier kommt Thunderbolt mit 10 Gigabit pro Sekunde in beiden Richtungen gerade recht.


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