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Auf geht's

Total War: Warhammer - Bretonnia im Test - Der geniale Gratis-DLC

Der letzte große DLC für Total War: Warhammer beschert uns wie gewohnt eine komplette Fraktion – aber dieses Mal gratis! Im Test klären wir, ob und wie sich das auf dessen Qualität auswirkt.

von Jochen Redinger,
06.03.2017 11:37 Uhr

Total War: Warhammer - Cinematic-Trailer zum kostenlosen Bretonia-DLC 2:17 Total War: Warhammer - Cinematic-Trailer zum kostenlosen Bretonia-DLC

Während im Norden der Warhammer-Welt Chaosbarbaren an die Mauern Kislevs branden, die Zwerge im Süden von Orks belagert werden und die Dörfer des Imperiums von marodierenden Tiermenschenbanden niedergebrannt werden, stellt man sich anderswo wichtige Fragen: Sollen die Bauern hungern, damit der Adel seine Jagdgelüste ungestört stillen kann?

Wenn Sie als Staatenlenker diese und ähnliche Fragen ohne zu Zögern mit Ja beantworten, ist der letzte große Fraktions-DLC für Total War: Warhammer genau das richtige für Sie! Denn mit den Rittern Bretonias halten nicht nur drei neue ehrbare Anführer mit eigenen Questschlachten Einzug in die große Kampagne, sondern auch ein neues Gesellschaftssystem samt passendem Standesdünkel!

Total War: Warhammer 2: Informationen & Details zum Nachfolger

Nachschub für Blutsauger: Zeitgleich mit dem Bretonia-DLC erschien auch Isabella von Carstein als neue Heldin der Vampire. Die Geliebte Vlads ist eine mächtige Zauberin, die das ohnehin schon beeindruckende Arsenal der Untoten noch weiter ausbaut. Sie kann auf Steam bei den DLCs heruntergeladen werden.

Echte Ritter kämpfen ohne Lohn

Wie schon zum Release des Hauptspiels angekündigt, bilden die Feudalheere Bretonias den kostenlosen Abschluss des DLC-Aufgebots von Total War: Warhammer, sozusagen als letztes Geschenk an die Spieler, bevor es mit dem zweiten Teil weitergeht.

Total War: Warhammer - Screenshots zum kostenlosen DLC »Bretonnia« ansehen

Die Frage ist nur, ob sich der Gratis-Download mit den anderen Fraktions-DLCs messen kann, für die wir ohne Sale-Rabatt stolze 17,49 Euro hinblättern müssen. Kurzer Ausblick aufs Fazit: Ja! Vor allem Spieler, denen die Kauf-Nationen zu exotisch waren, erwartet auf den grünen Feldern Bretonias ein ritterliches Abenteuer par Excellence!

Was die Entwickler aus dem bisher nur in Gefechten spielbaren Reich gemacht haben, bedient eher klassische Total-War-Mechaniken für die große Kampagnenkarte, ohne auf eigene clevere Ideen zu verzichten. Das zeigt sich vor allem bei Forschung und Ressourcenmanagement.

Die DLCs von Total War: Warhammer im Test

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Das Schuften ist des Bauern Lust

Auch wenn die bretonischen Ritter auf sie herabblicken, sind Bauern für unsere Heerzüge unerlässlich.Auch wenn die bretonischen Ritter auf sie herabblicken, sind Bauern für unsere Heerzüge unerlässlich.

Stolze Ritter auf teuren Pferden sind zweifellos das Aushängeschild der bretonischen Gesellschaft und der Hammer, der im Kampf auf ihre Feinde niedergeht. Was die hohen Herren nie zugeben würden: Ohne die Unterstützung ihrer rechtlosen, ungebildeten Bauernuntertanen kämen sie allerdings nicht weit!

Die Landbevölkerung stellt zum einen die entbehrliche Infanterie der Armeen und zugleich die gesamte Arbeitskraft, auf der Bretonias Wirtschaft beruht. In dem malerischen Feudalstaat wird der Unterhalt der Ritter nämlich vor allem auf dem Feld erwirtschaftet - die Balance zu halten, ist entsprechend unsere wichtigste Aufgabe als Herrscher.

Deshalb gibt uns eine Anzeige am oberen Bildschirmrand immer genau Auskunft, wie stark unsere Bauernschaft vom Kriegsdienst belastet wird. Jede Siedlung kann ein begrenztes Aufgebot an Truppen unterstützen, heben wir mehr aus, schmälert sich auch unser Einkommen spürbar. Wir haben also die Wahl, ob wir schnell große Mengen schlechter Truppen aufstellen oder mit unseren Kräften haushalten bis wir die Adelsreiterei ins Feld führen können.

Ging vorher nur per Mod: Bretonische Ritter formieren sich zur schlagkräftigen Lanze.Ging vorher nur per Mod: Bretonische Ritter formieren sich zur schlagkräftigen Lanze.

Freund- und Feindesforschung

Per Forschung erhöhen wir die Stärke unserer Krieger gegen bestimmte Feinde wie die widerwärtigen Grünhäute.Per Forschung erhöhen wir die Stärke unserer Krieger gegen bestimmte Feinde wie die widerwärtigen Grünhäute.

Zum Glück müssen sich unsere gemischten Armeen nicht allein gegen Orks, Untote und Dämonen stellen, denn ähnlich wie das Imperium besteht Bretonia aus vielen kleineren Herzogtümern, die durch ihren Glauben an die Herrin des Sees und ihre ritterlichen Ideale vereint werden.

Um den stetig wachsenden Herausforderungen der Kampagne gewachsen zu sein, sollten wir aber schnellstmöglich für Zentralisierung und wirkliche Einheit sorgen! Bevor wir einem Herzog allerdings vorschlagen können, per Föderation die Kräfte zu bündeln, müssen wir erst im Forschungsbaum sein entsprechendes Wappen freischalten. So erweitern wir gezielt und Stück für Stück unser Reich.

Über die Forschung machen wir uns allerdings nicht nur Freunde, sondern auch Feinde. Mit dem »Dekret über den Rand des Waldes« etwa beanspruchen wir Teile Athel Lorens für Bretonia und erzürnen damit die Waldelfen. Gleichzeitig steigt jedoch auch die Kampfkraft unserer Truppen im Kampf gegen die Spitzohren.

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Unritterlich gibt's nicht!

Sind wir ritterlich genug, kämpft der legendäre Grüne Ritter für einige Runden als mächtige Spezialeinheit und Agent an unserer Seite.Sind wir ritterlich genug, kämpft der legendäre Grüne Ritter für einige Runden als mächtige Spezialeinheit und Agent an unserer Seite.

Warhammer würde seinem Ruf nicht gerecht, käme es nicht auch irgendwann zu gewaltigen Schlachten. Gut so, schließlich wollen wir unsere Ritter im Feuer des Krieges härten! Die bretonische Fixierung auf schwere Kavallerie bedingt dabei unsere Spielweise. Während die Bauern mit Speer. Bogen und Trebuchet die Stellung halten, trampeln unsere Reiter den Feind nieder oder stürzen sich mit der Lanze im Anschlag auf besonders starke Gegner.

Der Ausgang eines Kampfes wirkt sich dabei nicht nur in Form der Gefallenenzahlen auf unseren weiteren Kampagnenfortschritt aus: Erringen wir einen heroischen Sieg, wird unsere gesamte Armee von der Herrin des Sees gesegnet und räumt fortan noch besser unter unseren dreckigen, ehrlosen Feinden auf - bis wir verlieren oder uns aus der Schlacht zurückziehen, denn das sieht die Lady gar nicht gern!

Ritterlichkeit ist darüber hinaus auch die fraktionseigene Spezialwährung der Bretonen. Mit glorreichen Siegen und großen Taten erhöhen wir unsere Ritterlichkeit, was im Gegenzug der öffentlichen Ordnung im Land zugutekommt. Verhalten wir uns dagegen unritterlich, drohen Aufstände der enttäuschten Bauernschaft!

Mod-Tipp: Wer ein bisschen mehr optische Abwechslung bei den Einheiten, vor allem der bretonischen Bauernschaft, schätzt, sollte sich unbedingt den »Bretonnia Reskin« im Steam Workshop ansehen! Die neuen Mechaniken Bretonias bleiben vollkommen unberührt, nur unsere Armee sieht damit noch ein ganzes Stück diverser und hübscher aus.

Total-War-Klassik … auf dem Pegasusrücken

Insgesamt ist Bretonia genau wie das Imperium am ehesten eine Fraktion für all diejenigen, denen die übrigen Warhammer-Völker zu weit vom klassischen Total-War-Prinzip abweichen. Mit Bogenschützen, Infanterie, Trebuchets und Rittern unterscheiden sie sich auf den ersten Blick kaum von beispielsweise den Franzosen in Medieval 2, an die sie stark angelehnt sind.

Der Warhammer-Faktor kreist in Form von edlen Pegasus- und Greifenrittern über unserer Hauptarmee. Wo andere Fraktionen Bestien oder nur einzelne Helden mit speziellen Reittieren in die Luft schicken, erhebt sich im Reich Louen Leoncoeurs die Blüte der Ritterlichkeit über die Wolken, schnappt sich die Lufthoheit über die Alte Welt und sorgt doch noch für einen Aha-Moment abseits der altbekannten Total-War-Einheitenkombination.

Pegasusritter Mit unseren schnellen Pegasusreitern schließen wir schnell zu nervigen Feinden wie Bogenschützen oder Katapulten auf.

Greifenritter Die mächtigen Hippogreife und ihre Reiter versetzen unsere Gegner in Angst und Schrecken - da kann nicht mal das Imperium mithalten!

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