Tragischer Fehler - VoIP-Notruf schickt Krankenwagen an falsche Adresse

Wie The Register meldet, ist in Kanada ein 18 Monate altes Kind nach einem Notruf über ein Voice-over-IP -System (VoIP) gestorben, da den Rettungsdiensten statt der aktuellen eine ehemalige Adresse angegeben wurde. Aus diesem Grund wurde nicht in Calgary, sondern im über 400 km entfernten Mississauga ein Krankenwagen losgeschickt. Erst nach einem erneuten Anruf über das Festnetz des Nachbarn eine halbe Stunde später trafen innerhalb von sechs Minuten die Retter ein. Im Krankenhaus konnte nur noch der Tod des Kindes festgestellt werden.

von Georg Wieselsberger,
07.05.2008 15:14 Uhr

Wie The Register meldet, ist in Kanada ein 18 Monate altes Kind nach einem Notruf über ein Voice-over-IP-System (VoIP) gestorben, da den Rettungsdiensten statt der aktuellen eine ehemalige Adresse angegeben wurde. Aus diesem Grund wurde nicht in Calgary, sondern im über 400 km entfernten Mississauga ein Krankenwagen losgeschickt. Erst nach einem erneuten Anruf über das Festnetz des Nachbarn eine halbe Stunde später trafen innerhalb von sechs Minuten die Retter ein. Im Krankenhaus konnte nur noch der Tod des Kindes festgestellt werden.

Comwave, der Provider des nicht ortsgebundenen VoIP-Services wollte zwar keine Stellung nehmen, grundsätzlich seien aber die Kunden dafür verantwortlich, ihre Daten für einen Notfall auf dem neuesten Stand zu halten. Bei ortgebundenen Angeboten oder Festnetzen erfolgt die Weiterleitung eines Notrufs automatisch zum nächsten Notfallcenter, bei nicht ortsgebundenem VoIP-Service wie bei Comwave manuell anhand der gespeicherten Daten. Die Eltern behaupten allerdings, man habe beim Notruf die aktuelle Adresse angegeben. Der Fall wird nun untersucht.


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