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Travian im Test - Die spinnen, die Römer, Gallier und Germanen

Mit rund sechs Jahren auf dem Buckel gehört das Strategiespiel Travian bereits zu den Browser-Opas. Aber nicht zum alten Eisen, denn mit Version Travian 4 gab’s kürzlich eine sanfte Frischzellenkur. Wir haben den Erfolgstitel im Test.

von Martin Deppe,
04.05.2011 12:54 Uhr

Römer gegen Gallier gegen Germanen: Travian erinnert an Asterix und Obelix – mit dem Unterschied, dass hier nicht ein einziges Gallierdorf gegen den Rest der Welt antritt. Nein, grundsätzlich spielen sich alle drei Parteien gleich, die Unterschiede liegen im Detail. Doch worum geht’s überhaupt?

Im Browser-Strategiespiel Travian starten Sie mit einem einzigen Dorf. Auf dem Siedlungsbildschirm platzieren Sie auf vorgefertigten Plätzen Gebäude (Kaserne, Stall, Marktplatz, et cetera), die nach wenigen Sekunden bis hin zu Tagen erscheinen – je nach Ausbaustufe, denn jeder Bau lässt sich bis Stufe 10 hochpäppeln. Gleichzeitig hat jedes Dorf einen Bildschirm, der die Umgebung zeigt: Wald- und Getreidefelder, Gebirge und lehmige Felder. Darauf können Sie, wie im Dorf, Bauten bis Stufe 10 erreichten, die dann die vier Rohstoffe Holz, Lehm, Eisen und Nahrung abbauen und aufs Dorfkonto spülen.

Simpel und komplex

Das klingt supersimpel – und tatsächlich muss man kein Strategen-Wunderkind sein, um Travian zu kapieren. Leicht zu meistern ist es trotzdem nicht, denn aus dem popeligen Startdorf zu Spielbeginn werden durch Neugründungen oder Eroberungen bald mehrere Siedlungen, und dann explodiert der Zeitaufwand. Erfahrene Spieler haben nämlich ganz eigene Taktiken, um möglichst schnell möglichst viele Truppen aus dem Boden zu stampfen und ihre Nachbarn zu überfallen. Wer seine Rohstoffe nicht in zuvor gebauten Dorf-Verstecken parkt oder null Verteidiger abstellt, wird schnell zur „Dauerfarm“, denn wenn ein Angreifer einmal Beute abgegriffen hat, der kommt natürlich gerne wieder auf einen Besuch vorbei.

Travian - Screenshots ansehen

Große und wichtige Angriffe gegen Dörfer (Kämpfe im freien Gelände gibt’s nicht) müssen zudem oft koordiniert werden – dann greifen mehrere Dörfer und/oder Spieler Zehntelsekunden-genau abgestimmt an, um dem Verteidiger keine Chance zum Verstärken oder Verschieben seiner Truppen zu geben. Sobald ein Angriff allerdings einmal rollt, können Sie die Truppen nicht mehr umstellen, das Ergebnis wird anhand der beteiligten Einheiten errechnet. Gallische Druidenreiter zum Beispiel sind starke Verteidiger, Belagerungsmaschinen natürlich gute Stadtmauerknacker, und so weiter und so gehabt.

Einsamer Held

Relativ neu sind die Helden, von denen jeder Spieler genau einen hat. Anders als bei etwa Heroes Kingdoms sind die Recken allerdings eher unbedeutend. Um sie hochzuleveln, schicken wir Sie auf simple „Abenteuer“: Die finden wir gelegentlich auf einer Liste, schicken unseren Helden ins angegebene Zielgebiet, und mit etwas Glück kommt er mit Rohstoffen, ein paar Truppen oder Ausrüstungsgegenständen zurück. Zum Beispiel einem Pferd, das den Helden schneller umherziehen lässt. Oder einer Standarte, die Truppen beschleunigt.

Richtig spannend sind die Trips allerdings nicht. Dafür dürfen bei einem Levelaufstieg vier Punkte auf den Helden verteilen: Kraft (erhöht die Chance, ein Abenteuer zu bestehen), Angriffs- und Verteidigungswert (verbessern die Werte anwesender Einheiten) sowie Ertrag, dann pusht der Held die Rohstoffproduktion in seinem Dorf, die wir wiederum auf alle Rohstoffe oder einen bestimmten umschalten können. Das war’s auch schon.


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