Trine 3 - Team hat sich verkalkuliert, Zukunft ungewiss, Reaktion auf Feedback im Video

Der Entwickler Frozenbyte reagierte auf Steam auf die Kritik am geringen Umfang von Trine 3: The Artifacts of Power. Außerdem erklärte der Sprecher, dass aufgrund des negativen Feedbacks noch unklar sei, wie und ob es mit Trine weitergeht. Nun hat das Entwicklerteam ein Antwort-Video zum Feedback zu Trine 3 veröffentlicht.

von Elena Schulz,
27.08.2015 16:49 Uhr

Frozenbyte hat ein Statement zu Trine 3 auf Steam veröffentlicht.Frozenbyte hat ein Statement zu Trine 3 auf Steam veröffentlicht.

Update vom 27. August 2015: Der Entwickler Frozenbyte hat ein Statement auf Youtube veröffentlicht in dem er noch einmal ausführlich auf die Kritik der Fans eingeht. Außerdem entschuldigt er sich für die enttäuschten Erwartungen und stellt klar, dass das Spiel von Anfang an so kurz geplant war.

So erklärt der Marketing-Chef im Video, er habe den Fehler gemacht, die Fans nicht eindeutig über die geplante Länge zu unterrichten. Auch sei weiterhin unklar, ob der Entwickler noch neue Inhalte in Form eines DLCs oder eines Standalone-Addons nachliefern könnte. Das komplette Antwort-Video findet sich unterhalb der News.

Ursprüngliche Meldung: Der dritte Teil der Plattformer-Reihe Trine wirkte aufgrund der neu implementierten 3D-Grafik besonders ambitioniert. Nun gestand der Entwickler Frozenbyte auf Steam, dass man sich bei Trine 3: The Artifacts of Power übernommen hatte. Auch die Zukunft der Spielreihe ist ungewiss.

Trine 3 musste beim Release viel Kritik für seinen schmalen Umfang einstecken. Das Spiel soll sich in ungefähr 6 bis 7 Stunden durchspielen lassen, schnelle Spieler bräuchten sogar nur 4 bis 5 Stunden für den 3D-Plattformer. Der Entwickler Frozenbyte entschuldigte sich auf Steam dafür und nannte eine fehlerhafte Budgetkalkulation als Grund.

Demnach habe man sich mit der neuen 3D-Grafik übernommen und den finanziellen Aufwand unterschätzt. Frozenbyte zufolge war die Entwicklung von Trine 3 so ungefähr dreimal so teuer wie die Produktion des zweiten Teils und kostete über 5,4 Millionen Dollar. Zwar plante man anfangs eine längere Geschichte und mehr Levels, dies hätte die Kosten aber noch weiter in die Höhe getrieben. Die geschätzte Summe von 15 Millionen Dollar sei für das Team nicht zu stemmen gewesen.

Passend dazu:Trine 3 in der Preview - Ist das noch Trine?

Aus diesem Grund habe man sich entschieden, das Spiel kurz zu halten, eine aggressive DLC-Politik stehe nicht dahinter. So habe man trotz des Cliffhanger-Endes keine DLC-Pläne. Wie die Geschichte als Ganzes weitergeht, sei ohnehin unklar, da das negative Spieler-Feedback und die fehlende mediale Aufmerksamkeit die Entwickler überrascht hätte. Dennoch sei Frozenbyte laut eigener Aussage stolz auf Trine 3.

"»Was wir im Early Access verkauft haben, war die »realistische« Vision und was wir versprochen haben, haben wir unserer Meinung nach geliefert. Das fertige Trine 3 ist zwar nicht so umfangreich, wie wir eingangs gehofft haben, aber dennoch sind wir sehr stolz darauf.«"

Der Entwickler weist auch darauf hin, dass sich die kurze Spielzeit nicht signifikant von anderen Plattformern oder den vorherigen Trine-Teilen unterscheide. Für die Zukunft verspricht Frozenbyte weitere Unterstützung für Trine 3 in Form von Bug-Fixes und Updates, der geplante Content sei inzwischen aber vollständig veröffentlicht. Trine 3 befand sich seit April 2015 im Early Access auf Steam und wurde am 20. August schließlich für PC, PS4 und Xbox One veröffentlicht.

Trine 3: The Artifacts of Power - Screenshots ansehen


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