Twitter - Als Beweis im Mord-Prozess

In Harlem, New York, könnte ein Mord-Prozess auch Twitter-Meldungen als Beweis nutzen, da sich das Opfer kurz vor der Tat dort noch gemeldet hatte.

von Georg Wieselsberger,
11.01.2010 15:55 Uhr

In dieser Nachricht, einem sogenannten »Tweet«, nur ein paar Stunden vor dem Mord geschrieben, berichtet Kwame Dancy über einen Streit, ohne dabei allerdings einen Namen zu nennen. Die Nachricht scheint aber Bezug auf den Verdächtigen zu haben, schreibt die New York Daily News.

Dieser Streit soll letztlich dazu geführt haben, dass Dancy am 1. Dezember erschossen wurde. Der Verdächtige ist ein Nachbar, den Dancy über Twitter mit seiner letzten Meldung anscheinen ansprechen wollte. Doch dessen Konto führt das Opfer nur ein Mal auf, zwei Tage nach dessen Tod mit der Meldung »R.I.P. Kwame«.

Dennoch sollen sich die beiden öfters gestritten haben, auch wegen Frauen. Da sich zu dem eher dürftigen Twitter-Hinweisen nun auch ein Augenzeuge und ein Video mit dem Verdächtigen in der Nähe des Tatortes gesellt haben, dürfte Twitter nur noch das i-Tüpfelchen auf die Beweisführung setzen.

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