Twitter - Kein Spaß: Gestohlene Witze werden gelöscht

Tweets, die Witze enthalten, die von anderen stammen, werden bei Twitter gelöscht – allerdings nur nach Antrag des Urhebers.

von Georg Wieselsberger,
26.07.2015 12:15 Uhr

Twitter löscht gestohlene Witze auf Antrag.Twitter löscht gestohlene Witze auf Antrag.

Es ist nicht einfach, sich neue und gute Witze einfallen zu lassen. Viele Witze sind zwar neu, aber nicht gut - und die wirklich guten Witze sind meistens nicht neu. Daran hat auch das Zeitalter der sozialen Medien wenig geändert. Gerade Twitter mit seiner Beschränkung auf 140 Zeichen lädt viele Nutzer dazu ein, kurze Witze zu schreiben, die sich dann manchmal auch in Windeseile verbreiten – oft, ohne dass die eigentliche Quelle noch nachvollziehbar wäre.

Twitter geht nun laut einer Meldung von The Verge tatsächlich gegen solche gestohlene Witze beziehungsweise Tweets vor und entfernt den Text bei Nutzern, die offensichtlich nicht der Urheber sind. Die jüngste Welle betrifft einen Witz, der von der freien Autorin Olga Lexell stammt, die in Los Angeles wohnt. Laut ihrer Aussage verdient sie ihren Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Witzen, die sie manchmal auch bei Twitter testet, bevor sie sie in anderen Texten verwendet. Sie habe gegenüber Twitter daher klargestellt, dass es sich bei den Witzen im ihr geistiges Eigentum handelt und die betroffenen Nutzer nicht das Recht hatten, die Witze ohne Hinweis auf die Quelle zu verwenden.

Außerdem handle es sich bei den meisten Nutzerkonten, die ihre Witze übernommen hatten, um Spam-Accounts, die jeden Tag viele Witze anderer veröffentlichen. Sie sei auch schon in anderen Fällen auf diese Weise gegen gestohlene Witze vorgegangen und Twitter reagiere üblicherweise innerhalb weniger Tage mit der Entfernung der Texte – ohne weitere Nachfragen. Es reicht aus, ein Webformular für Twitter auszufüllen, das dann von den Mitarbeitern des Dienstes bearbeitet wird. Die Nutzer, deren Nachrichten dann entfernt wurden, haben zehn Tage Zeit, Einspruch einzulegen.

Quelle: The Verge


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