Twitter - Wegen Scherz als Terrorist verhaftet

Eine unbedachte Nachricht auf Twitter wurde Paul Chambers in Großbritannien zum Verhängnis.

von Georg Wieselsberger,
19.01.2010 15:52 Uhr

Nachdem der Wintereinbruch in Großbritannien auch den Flugverkehr beeinträchtigte, sah Chambers laut The Independent seinen Flug nach Irland gefährdet, der für den 15. Januar gebucht war. Nachdem der »Robin Hood Flughafen« in Doncaster am 6. Januar sogar geschlossen wurde, schrieb Paul Chamber auf Twitter: »Ihr habt etwas mehr als eine Woche, um das in Ordnung zu bringen, ansonsten sprenge ich den Flughafen«.

Natürlich war dieser Eintrag nicht ernst gemeint, doch am 13. Januar stand plötzlich die Polizei vor seiner Tür, hielt ihm einen Ausdruck seiner Twitter-Einträge vor die Nase und verhaftete ihn anhand der geltenden Terror-Gesetze in Großbritannien. Die Polizei sei nicht in der Lage gewesen, den beabsichtigten Humor in seinem Eintrag zu erkennen, so Chambers, der den Beamten sogar Twitter erklären musste, da diese keine Ahnung gehabt hätten, worum es sich dabei handelt.

Er sei zu seinem gesamten Leben, seiner Arbeit und anderen persönlichen Dingen befragt worden und der Leiter des Verhörs habe ihn gefragt, ob er verstehe, warum dies alles passiere. »So sei die Welt, in der wir leben«, so der Beamte. Insgesamt sei Chambers fast sieben Stunden befragt worden, danach noch eine Stunde in einer Zelle gesessen und auf Kaution bis 11. Februar freigelassen worden. Dann werde er erfahren, ob er angeklagt wird. Sein Arbeitgeber habe ihn suspendiert und er habe lebenslanges Hausverbot am Flughafen erhalten. Außerdem habe die Polizei sein iPhone, seinen Laptop und seinen PC beschlagnahmt.

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