Ultra HD Blu-ray - Standard verabschiedet, Geräte werden anfangs teuer (Update)

Die Blu-ray Disc Association hat nach längeren Arbeiten nun den Standard für Ultra HD Blu-ray-Discs festgelegt.

von Georg Wieselsberger,
19.05.2015 08:03 Uhr

Das neue Logo für den Standard Ultra HD Blu-ray (Quelle: Blu-ray Disc Association)Das neue Logo für den Standard "Ultra HD Blu-ray" (Quelle: Blu-ray Disc Association)

Update: Die neuen Ultra HD Blu-ray-Abspielgeräte werden vermutlich zu Beginn relativ teuer sein. In einem Interview geht der Vizepräsident des Panasonic Hollywood Laboratory, Ron Martin, zwar davon aus, dass es nicht zu extremen Preisen von 1.000 US-Dollar wie beim Start der ersten Blu-ray-Player kommen wird. Trotzdem werden die neuen Geräte wohl das Doppelte bis Dreifache vergleichbarer Geräte kosten. Geräte für 300 oder 400 Euro dürften also durchaus im Bereich des Möglichen liegen.

Immerhin sollen die Blu-ray-Medien selbst kaum teurer sein als aktuell Blu-rays, da die meisten Studios ohnehin schon in 4K arbeiten und die Umsetzung auf die neuen Ultra-HD-Medien keinen großen Aufwand darstellt. Wie hoch der Preisaufschlag sein wird, werden die Studios und die Hersteller aber selbst festlegen, so Martin.

Panasonic wird auf der IFA im September auch Geräte samt entsprechenden Inhalten vorführen und diese dann wie vermutet auch schon für das Weihnachtsgeschäft in den Handel bringen. Zur IFA sollten auch mehrere Fernseher veröffentlicht werden, die High Dynamic Range unterstützen und damit besonders gut für Ultra-HD-Blu-rays geeignet sind.

Quelle: What Hi-Fi

Originalmeldung: Die Industrievereinigung Blu-ray Disc Association, der mehr als 20 Unternehmen wie Sony, Samsung oder Microsoft angehören, haben die Spezifikationen für den neuen »Ultra HD Blu-ray«-Standard festgelegt. Der Bezeichnung entsprechend ist damit ein Standard für Videomaterial in einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel festgelegt worden. Die entsprechenden Blu-ray-Medien sollen mit zwei Datenschichten 66 GByte und mit drei Schichten 100 GByte speichern und damit deutlich mehr als herkömmliche Blu-ray-Medien für Filme.

Der neue Standard unterstützt auch höhere Bildwiederholraten (HFR, High Frame Rate), einen größeren Farbraum mit 1,07 Milliarden Farben und 10 Bit pro Kanal sowie High Dynamic Range (HDR). Ultra-HD-Filme, die keine höheren Bildraten benötigen, können aber auch weiterhin auf den bisherigen 50-GByte-Medien gespeichert werden. Außerdem sind die neuen Abspielgeräte natürlich abwärtskompatibel mit aktuellen Blu-rays. Beim Sound gibt es keine größeren Veränderungen, es werden die neuesten Audioformate wie Beispielsweise Dolby Atmos unterstützt. Wenig kundenfreundlich ist erneut der enthaltene Kopierschutz HDCP 2.2, der voraussetzt, dass sowohl der Blu-ray-Player als auch das Anzeigegerät wie Beamer oder Fernseher diesen Standard unterstützen. Ansonsten wird nur ein Full-HD-Signal ausgegeben.

Etwas unklar ist die Lage bei 3D-Inhalten. Während Ultra-HD-Blu-rays auch zur Speicherung von 3D-Filmen in Full-HD genutzt werden können, gibt es bislang keine eigenen Spezifikationen für 3D-Inhalte in Ultra HD. Nachdem der Standard nun festgelegt ist und die Lizenzen ab Sommer 2015 erworben werden können, werden die ersten Präsentationen neuer Ultra HD Blu-ray-Player auf der internationalen Funkausstellung in Berlin im September 2015 erwartet. Damit könnten zu Weihnachten die ersten Geräte und Filme im Handel zu finden sein.

Quelle: Businesswire


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