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Unsacred - Kampfansage an Sacred 3

Die Erfinder von Sacred sagen: Sacred 3 hat mit Sacred nicht mehr viel zu tun und präsentieren mit Unsacred ihren Gegenentwurf zur Fortsetzung der Spielreihe durch Koch Media. Wir haben die allerersten Infos - und ein erstes Artwork.

von André Peschke,
01.04.2014 10:45 Uhr

Franz Stradal steckt in der Klemme. Der Mit-Erfinder der Sacred-Reihe will eigentlich nichts Böses sagen, über die Kollegen beim Entwicklungsstudio Keen Games, die gerade an Sacred 3 arbeiten. Er mag das Team dort, betont immer wieder, wie kompetent, erfahren und erfolgreich das Frankfurter Studio doch sei. Nette Menschen noch dazu. Andererseits spürt man in jedem vorsichtig abgewogenen Satz, dass er nicht einverstanden ist mit dem Kurs, den andere da mit »seinem« Sacred einschlagen.

Er kenne ja auch nur die Trailer und Gameplay-Szenen, die bisher online zu sehen waren, »aber was das mit Sacred zu tun haben soll, verstehe ich ehrlich gesagt nicht«, sagt er. Zu viel habe man beim dritten Teil über Bord geworfen, was für ihn die Spielreihe auszeichnet. »Nachdem klar war, dass Sacred 3 nicht mal eine offene Spielwelt haben würde«, sagt er, »mussten wir was eigenes machen«. Deswegen gibt es Unsacred - gewissermaßen das Anti-Sacred-3, auch wenn Franz Stradal das nie so sagen würde.

Kampfansage an Sacred 3

Vor gut 12 Jahren erschufen er und sein Team bei Studio II in Aachen den ersten Prototypen von Sacred. Ein Spiel, das für die Presse erst mal nur ein Diablo-Klon aus Deutschland war und damit ein wahnwitziges Unterfangen. Ein Titel, der seinen Publisher Ascaron erst reich machte, nur um ihn dann mit der Fortsetzung um Kopf und Kragen zu bringen. Es war einer der ersten internationalen Erfolgstitel aus Deutschland, erschaffen von einem winzigen Team von anfangs gerade mal 15 Entwicklern. Ein Team, dem man bis heute anmerkt, wie stolz sie darauf sind, dass sie gegen die ganz Großen angetreten sind und - entgegen aller Prognosen - erfolgreich waren. Unsacred ist daher trotz aller Zurückhaltung eine Kampfansage.

»Ich glaube, dass es Spieler gibt, die was anderes wollen und ich glaube, dass ich das liefern kann«, sagt Franz Stradal, der bereits seit 2010 an dem Konzept arbeitet, auf dem Unsacred basiert. Was er und sein Team der Spielerschaft vorschlagen, ist nicht bloß eine Sacred-Neuauflage. Stattdessen planen sie im Grunde das wahre Sacred 3 - auch wenn Franz Stradal das nie so sagen würde. Er sieht Unsacred als eine neue Herausforderung. Ein Versuch, die alten Erfolge selbst zu übertreffen. Den alten Highscore zu schlagen.

Er träumt von einem Spiel, das die wichtigen Elemente beibehält, aber die alte Formel weiterentwickelt. Neues wagt. Mehr Story, mehr Charakterentwicklung, mehr Eigenschaften, ein Spiel, das zum Erforschen einlädt, stehen auf dem Plan. Das Kampfsystem soll noch am ehesten an die alten Sacred-Teile erinnern, jedoch schneller werden, insbesondere im Vergleich zu Sacred 2. Und natürlich ist insbesondere eines absolute Pflicht: eine offene Spielwelt.

Zwischen Fantasy und Horror

Sacred-Mit-Erfinder Franz StradalSacred-Mit-Erfinder Franz Stradal

Hierfür hat das Team eine neue, vergleichsweise düstere Spielwelt entworfen, die irgendwo zwischen Fantasy und Horror angesiedelt ist. Für ihre Bewohner zunächst völlig unbemerkt, gehen in dieser Welt merkwürdige Dinge vor. Die so genannte Drift, ein unerklärliches Phänomen, beginnt kaum spürbar damit, das idyllisch wirkende Fantasiereich zu verändern. Einst blühende Landstriche verkehren sich unter ihrem Einfluss nach und nach zu bedrohlichen, dunklen Gegenden in denen merkwürdige Kreaturen hausen.

Erst nach und nach wird klar, dass die Veränderungen durch die Drift möglicher Weise mit der leichtsinnigen Anwendung von Magie in der Welt zusammenhängen. Ohne je Auswirkungen und Ursprünge ihrer Kräfte zu hinterfragen, hatten die Magiebegabten der Welt vor sich hin gezaubert und damit immer wieder ein kleines Stück der Realität manipuliert. Die Drift, so scheint es, ist die Folge dieser magischen Umweltverschmutzung, quasi Dutzende kleine Ozonlöcher in der Realität - und sie werden stetig größer.

Gegen diese Bedrohung soll der Spieler erneut in Gestalt eines vordefinierten Helden antreten können. Allein. Größere Heldengruppen, soll es nur um Multiplayer geben. Die Identifikation mit der Spielfigur, mit einem bestimmten Archetyp, hält das Team für sehr wichtig. Deswegen soll es auch klassische Charakterklassen geben, die ihre eigenen Fähigkeiten mitbringen. Vom derzeit populären Multiclassing, das es erlaubt, auch einen Magier so zu spielen, wie einen Schwertkämpfer, wollen die Entwickler nichts wissen. »Mein Apfel soll nach Apfel schmecken. Eine Waldelfe kann nicht austeilen wie ein Gladiator«, sagt Franz Stradal.

Die erste Klasse, von der er offiziell erzählen mag, ist der Gambler - ein windiger Taschenspieler, dem die Rettung der Welt nur am Herzen liegt, damit er irgendwo sein Gold ausgeben kann. Wie viele Klassen es am Ende werden, hängt von der Finanzierung ab. Mindestens vier, idealer Weise sechs möchte das Team umsetzen - jede mit ihrem eigenen Startgebiet und speziellen Questreihen, die ihre Herkunft beschreiben.

Sacred 3 - Ankündigungs-Trailer zum Koop-Action-RPG 2:01 Sacred 3 - Ankündigungs-Trailer zum Koop-Action-RPG

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