USA: Militärische Antwort auf Hacker? - „Keine Optionen vom Tisch“

Die USA könnten auf Hackerangriffe auch militärisch reagieren, meint der Leiter des U.S. Strategic Command, General Kevin P. Clinton.

von Georg Wieselsberger,
11.05.2009 09:19 Uhr

Der Leiter des U. S. Strategic Command, Air Force General Kevin P. Clinton hat erklärt, dass die Reaktionen der USA auf Cyberattacken sich nicht unbedingt auf den Cyberspace beschränken müssen. „Die Regeln des bewaffneten Konfliktes gelten auch in diesem Bereich“, so Clinton. Die Entscheidung über die Reaktion der USA liege aber beim Präsidenten und dem Verteidigungsminister. „Unsere Aufgabe ist es, ihnen Optionen anzubieten“, erklärte der General und fügte hinzu, dass man dabei keine Optionen vom Tisch nehmen dürfte. „Warum sollten wir uns selbst in der Auswahl unserer Reaktionen beschränken, wenn die USA angegriffen werden?"

Die Netzwerke des Verteidigungsministeriums würden jeden Tag tausendfach angegriffen, von gelangweilten Teenagern bis hin zu Kriminellen oder anderen Nationen, deren Namen Clinton jedoch nicht nennen wollte, auch wenn in diesem Zusammenhang oft von China die Rede ist. Die Abwehr solche Angriffe werde jedoch immer besser und damit würden die Ansprüche an die Angreifer und deren Bedarf an Ressourcen steigen. Logischerweise würde dies dazu führen, dass größere Bedrohungen nur noch von anderen Nationen oder sehr gut ausgestatteten, ausgebildeten und finanzierten Organisationen ausgehen könnten.

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