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USB 3.0 nachrüsten - Daten schneller tauschen

Wie schnell sind USB-3.0-Geräte in der Praxis, wo lauern Tempofallen, wie rüsten Sie USB 3.0 nach – der Ratgeber beantwortet alle Fragen zu USB 3.0.

von Michael Schmelzle,
15.05.2011 11:08 Uhr

Superspeed: Mit der Version 3.0 gibt die USB-Schnittstelle Vollgas.Superspeed: Mit der Version 3.0 gibt die USB-Schnittstelle Vollgas.

Vor allem in punkto Flexibilität ist USB unerreicht - ob PC oder Notebook, ob fünf Jahre alt oder brandneu, jeder Rechner hat einen USB-Anschluss. Der größte Nachteil von USB war bisher das gemächliche Tempo. Mit der Version 3.0, auch SuperSpeed genannt, nimmt USB nun Fahrt auf: Mit bis zu 625 MB/s steigt die theoretisch maximal mögliche Datenrate um rund das 10fache gegenüber dem Vorgänger-Standard 2.0, der für bis zu 60 MB/s spezifiziert ist.

In der Praxis erreicht allerdings kein Gerät das theoretische Maximum, da Verwaltungsdaten rund ein Drittel der Bandbreite beanspruchen, etwa um den Sender und Empfänger zu identifizieren und Datenpakete zu adressieren. Die physikalisch maximal mögliche Übertragungsrate von USB 3.0 dürfte also bei rund 420 MB/s liegen. Doch bisher kam keines der rund 40 USB-3.0-Geräte, die PC-WELT inzwischen getestet hat, an diese Marke heran.

USB 3.0 bis zu fünfmal schneller als USB 2.0

Im Alltagseinsatz erreichen USB-3.0-Geräte vier- bis fünfmal so hohe Datenraten wie vergleichbare USB-2.0-Modelle - ein Geschwindigkeitsunterschied den Sie deutlich spüren können!Im Alltagseinsatz erreichen USB-3.0-Geräte vier- bis fünfmal so hohe Datenraten wie vergleichbare USB-2.0-Modelle - ein Geschwindigkeitsunterschied den Sie deutlich spüren können!

Ein Vergleich der beiden bisher schnellsten USB-Sticks im Test mit 2.0- und 3.0-Technik zeigt, dass der SuperSpeed-Standard derzeit immerhin vier bis fünfmal so hohe Datenraten im Praxiseinsatz erreicht. Gleiches gilt für externe Festplatten. Auch wenn USB 3.0 nicht den Beschleunigungsfaktor 10 erreicht, so ist der Temposprung doch ausgesprochen respektabel und im Alltagseinsatz deutlich spürbar. Nimmt man die sequenziellen Datenraten der getesteten Geräte zum Maßstab, erreichen einige USB-3.0-Modelle noch höhere Transferrraten, die im Einzelfall tatsächlich das zehnfache USB-2.0-Tempo erreichen.

Aktuelle Spitzengeschwindigkeit unter den USB-3.0-Geräten im Test: Der USB-Stick Super Talent RaidDrive sprintet auf fast 300 MB/s beim sequenziellen Lesen.Aktuelle Spitzengeschwindigkeit unter den USB-3.0-Geräten im Test: Der USB-Stick Super Talent RaidDrive sprintet auf fast 300 MB/s beim sequenziellen Lesen.

Aktueller Spitzenreiter unter allen USB-3.0-Geräten ist der USB-Stick Super Talent RaidDrive mit 297 MB/s beim sequenziellen Lesen. Wie der Name schon andeutet, arbeiten die Flash-Speicherchips des USB-3.0-Sticks intern als Raid-0-Verbund und erzielen so diese außergewöhnlich hohe Datentransferrate. Zudem erreicht der Super Talent RaidDrive sein volles Tempo erst, wenn Sie den dazugehörigen Turbo-Treiber auf dem Rechner installiert haben. Die höchste Schreibgeschwindigkeit unter den USB-3.0-Sticks bietet aktuell der Winkom USB 3.0 Pendrive 16GB SLC-DDR mit bis zu 147 MB/s.

Derzeit amtierender Tempokönig bei den externen USB-3.0-Festplatten der 3,5-Zoll-Klasse ist die Buffalo DriveStation USB 3.0 1 TB mit bis zu 143 MB/s beim sequenziellen Lesen sowie 148 MB/s beim Schreiben. Nicht ganz so rasant geht es aufgrund der kleineren Datenscheiben bei externen 2,5-Zoll-Laufwerken zu. Das bis dato schnellste Modell LaCie Rugged USB 3.0 7200 500 GB kam beim Lesen und Schreiben auf rund 110 MB/s.

Voraussetzungen

Anhand der blauen Farbcodierung leicht zu erkennen: USB-3.0-Anschlussbuchse.Anhand der blauen Farbcodierung leicht zu erkennen: USB-3.0-Anschlussbuchse.

Um die volle Geschwindigkeit eines USB-3.0-Geräts nutzen zu können, muss Ihr Rechner einen USB-3.0-Host-Controller besitzen. Seit etwa anderthalb Jahren sind viele PC-Hauptplatinen mit einem solchen Controller ausgestattet. Notebooks mit USB-3.0-Controller sind erst seit ein paar Monaten erhältlich. In jedem Fall können Sie leicht überprüfen, ob Ihr Rechner schon USB 3.0 beherrscht - anhand der blauen USB-Buchsen.

Querschnitt durch ein USB-3.0-KabelQuerschnitt durch ein USB-3.0-Kabel

Bei kabelgebundenen Geräten wie externen USB-3.0-Festplatten kommt eine weitere Bedingung hinzu: Das Laufwerk muss mit dem PC oder Notebook über ein USB-3.0-Kabel verbunden sein, das neben den vier USB-2.0-Leitungen zwei zusätzliche, extra abgeschirmte Adernpaare besitzt. Zudem schreibt die 3.0-Spezifikation zwingend vor, alle Kabelstränge nochmals gemeinsam abzuschirmen.

Aus diesem Grund sind auch die neuen USB-Stecker anders aufgebaut und besitzen fünf zusätzliche Kontakte. Mechanisch unverändert blieben dabei nur Stecker vom Typ A, die als einzige auch in Buchsen der Vorgängerstandards USB 1.1 und USB 2.0 funktionieren. Typ-B-Stecker (linke Abbildung) und Micro-USB-Stecker (nachfolgende Abbildung) haben dagegen eine zweite Ausbuchtung und passen dadurch nicht mehr in die alten Buchsen. Die Hersteller externer Festplatten tragen diesem Umstand aber Rechnung und liefern die Laufwerke immer mit einem passenden Kabel aus. Bei 2,5-Zoll-Modellen ist dies ein USB-3.0-Kabel, das Micro-USB auf Typ A umsetzt. In der 3,5-Zoll-Klasse führt das USB-3.0-Kabel den laufwerksseitigen Typ-B-Stecker ebenfalls als Typ A aus. So ist jederzeit gewährleistet, dass Sie die externe Festplatte auch an USB-2.0-Buchse betreiben können - dann jedoch auch nur mit USB-2.0-Geschwindigkeit.


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