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Vaporware: Van Buren - Das verlorene Fallout 3

Bevor die Fallout-Serie von Bethesda in 3D wiederbelebt wurde, war ein anderes Fallout 3 in der Entwicklung, beim Original-Team. Doch das Projekt »Van Buren« scheiterte. Und überlebte doch zumindest ein bisschen in Fallout: New Vegas.

von Stephan Petersen,
26.12.2014 14:35 Uhr

Die Geschichte von Van Buren, des gescheiterten Fallout 3, beginnt mit Wasteland, Interplays kultigem Endzeit-Rollenspiel von 1988. Jahrelang versucht dessen Chefentwickler Brian Fargo, einen Nachfolger zu realisieren, kann sich mit dem Lizenzinhaber Electronic Arts aber nicht einigen. Daher reift bei Interplay und dessen Rollenspielabteilung Black Isle Studios der Entschluss, ein neues Abenteuer in einem ähnlichen Szenario zu entwickeln.

Das Resultat ist 1997 das erste Fallout, das zwar einige Bezüge zu Wasteland hat, jedoch ganz eigene Qualitäten einbringt. Die Mischung aus Mad-Max-Welt und retro-futuristischem Setting nach 50er-Jahre-Bauart, der schwarze Humor, das motivierende Charakter- sowie Skill-System und der atmosphärische Soundtrack von Mark Morgan inklusive dem Song »Maybe« der Ink Spots sind einige der Gründe, warum Fallout ebenfalls zu einem Kultspiel reift und sowohl Kritiker als auch Spieler begeistert.

Ein Jahr später folgte Fallout 2, das so ziemlich alle Charakteristika des Vorgängers erbt - inklusive seiner Beliebtheit. Danach ist es nur logisch, dass in nicht allzu ferner Zukunft ein Fallout 3 folgen soll. Doch es kommt anders.

Fallout (1997) Der Urvater verbindet rundenbasierte Taktikkämpfe mit einen ausgefeilten Charaktersystem, einer schwarzhumorigen Endzeitwelt – und einem Zeitlimit: Binnen 500 Tagen muss man eine Mutanteninvasion aufhalten. Ein Klassiker.

Fallout 2 (1998) Exakt ein Jahr nach dem ersten Teil erscheint der spielmechanisch und technisch fast unveränderte Nachfolger, der aber eine deutlich größere Spielwelt mit mehr Story-Freiraum bietet. Gilt vielen Fans als eines der besten Rollenspiele aller Zeiten.

Fallout Tactics (2001) Der Serienableger fährt Erkundung sowie Dialoge stark zurück und stellt stattdessen die rundenbasierten Taktikgefechte in den Vordergrund. Die Charaktere sammeln darin Erfahrung und Ausrüstung. Kein Meilenstein, aber ein ordentliches Taktikspiel.

Fallout: Brotherhood of Steel (2004) Der neue Konsolenfokus von Interplay bringt nicht nur das Hack & Slay Baldur’s Gate: Dark Alliance hervor, sondern auch diese Endzeitballerei für Xbox und PlayStation 2. Mangels offener Welt und spielerischer Abwechslung das schwächste Fallout.

Fallout 3 (2008) Nach langer Pause gibt der Elder-Scrolls-Entwickler Bethesda der Fallout-Serie die dritte Dimension und liefert einen Rollenspiel-Meilenstein mit einladend offener Endzeitwelt und schrägen Quests. Nur das müde Story-Schlusskapitel enttäuscht.

Fallout: New Vegas (2010) Der Fallout-3-Ableger entsteht bei Obsidian, wo viele ursprüngliche Van-Buren-Designer arbeiten. Die Haupthandlung ist zwar abermals lahm inszeniert, doch die vielfältige und mit Abenteuern vollgestopfte Welt macht auch New Vegas zum Hit.

Ein ruinöser Namenspate

Die Entwicklung von Fallout 3 läuft unter dem Arbeitstitel »Van Buren«, der auf die Angewohnheit der Black Isle Studios zurückgeht, neue Projekte nach ehemaligem US-Präsidenten zu benennen. So fungiert beispielsweise das ebenfalls nie veröffentlichte Baldur's Gate 3: The Black Hound unter dem Arbeitstitel »Project Jefferson«. Der Fallout 3-Patron Martin Van Buren regierte die Vereinigten Staaten von 1837 bis 1841.