Videospiele - Supreme Court lehnt Forderungen nach strengerer Regulierung ab

Der amerikanische Supreme Court hat sein Urteil zu gewalthaltigen Videospielen gefällt und der Klage der EMA und ESA gegen das kalifornische Gesetz entsprochen.

von Julian Freudenhammer,
27.06.2011 18:36 Uhr

Herber Rückschlag für Schwarzenegger: Der Supreme Court hat im Sinne der Branchenverbände entschieden.Herber Rückschlag für Schwarzenegger: Der Supreme Court hat im Sinne der Branchenverbände entschieden.

Die von Gouverneur Schwarzenegger geforderte Kennzeichnungspflicht für gewalthaltige PC- und Videospiele ist vor der höchsten US-Instanz, dem Supreme Court gescheitert. Das Gericht hat das Gesetz abgelehnt. Gewalthaltige Titel müssen nach dem Gerichtsbeschluss nicht gekennzeichnet werden, und dürfen nach wie vor ohne Einschränkungen verkauft werden. Der Gesetzesentwurf sah eine eindeutige Kennzeichnung von Erwachsenen-Titeln und strickte Verkaufsbeschränkungen gegenüber Kindern und Jugendlichen vor.

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Die aktuell in den USA greifende Alterseinstufung durch die ESRB (Entertainment Software Rating Board) ist rein freiwillig, im Grunde ist es jedem möglich gewalthaltige Spiele ohne Altersnachweis zu erwerben. Die meisten Händler verpflichten sich dennoch Spiele der Stufe »M« (Mature, ab 17 Jahren) nicht an Kinder zu verkaufen, einige Läden führen besagte Titel nicht einmal im Sortiment.

Geklagt haben der Händlerverband EMA (Entertainment Merchants Association) und der Herstellerverband ESA (Entertainment Software Association). Der ewige Rechtstreit begann bereits 2005 und ging durch sämtliche Instanzen bis hin zum obersten US-Gericht, an dem heute die Entscheidung fiel.

Josh Sawyer und Matt MacLean von Obsidian Entertainment sprechen in unserem Interview über die weitreichenden Folgen strikter Verkaufsregulierungen für den US-Spiele-Markt.


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