Virtual Reality - Cliff Bleszinski vermisst »richtige« Spiele

Der Gears-of-War-Erfinder hat zwar einige Virtual-Reality-Ideen, zweifelt jedoch am baldigen Erfolg der Technologie.

von Tobias Ritter,
16.03.2017 12:45 Uhr

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Seit spätestens Anfang 2016 wird der virtuellen Realität als Entertainment-Produkt eine rosige Zukunft vorausgesagt. Einzig und allein: So richtig in die Gänge kommt die Technologie bisher noch nicht. Einige Spiele wie Resident Evil 7 wurden zwar hervorragend als Virtual-Reality-Erfahrungen umgesetzt - der ganz große Hype blieb jedoch aus.

Laut Cliff Bleszinski liegt das vor allen Dingen an zwei Aspekten: Den hölzern wirkenden VR-Headsets und dem Mangel an adäquaten Spielen. Wie der unter anderem für die Shooter-Reihe Gears of War verantwortliche Game-Designer im Gespräch mit GameSpot verriet, würde er zwar liebend gerne mit einigen Virtual-Reality-Ideen spielen - zweifele jedoch an der gegenwärtigen Eignung der Hardware.

Zu viel VR-Shovelware

"Es gibt momentan so viel Shovelware für VR. So viele beschissene Unity-Spiele in der Art von »Oh, schaut, ich schmeiße eine Dose.« Ja, super Sache, oder? Es gibt keine richtigen Spiele und ein Teil des Problems ist auch die paradoxe Situation, dass viele gute VR-Hersteller einfach keine Finanzierung erhalten. Man kann für eine Million Dollar kein wirklich tiefes, großartiges Spiel in VR gestalten."

Als positives Beispiel hebt Bleszinksi Robo Recall von Epic Games hervor. Das auf der GDC 2017 vorgestellte Spiel sei zwar auch nur ein Wave-Shooter, dafür aber ein verdammt gut umgesetzter.

Seiner Meinung nach bedürfe es mehr Software von dieser Qualität, um der virtuellen Realität zum Durchbruch zu verhelfen. Eagle Flight von Ubisoft gehe ebenfalls in diese Richtung. Von »verdammten Achterbahnen und diesen Dingen« habe er jedoch die Nase voll. Auch Jump-Scare-Titeln seien eine gute Sache, da sie sich hervorragend über YouTube und Twitch promoten lassen würden.

Zu wenig richtige Spiele

Wenig später stellte Bleszinski seine Aussagen übrigens noch einmal auf Twitter klar. Es gebe einfach zu wenig »echte« Spiele für Virtual-Reality, dafür aber deutlich zu viele Spielereien.

Bevor sich dieses Verhältnis nicht umkehre, werde die virtuelle Realität sich auch nicht durchsetzen können.

Bleszinksi selbst hat vor geraumer Zeit in Oculus VR investiert - ein Einsatz, der sich spätestens mit der Milliarden-Übernahme der Virtual-Reality-Firma durch Facebook gelohnt haben dürfte. Das aktuelle Projekt des Game-Designers ist der PC-Shooter LawBreakers, der diese Woche in die Closed-Beta startet.

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