Volksverschlüsselung für E-Mails - Fraunhofer SIT veröffentlicht Gratis-Software

Eine kostenlose Software mit der Bezeichnung Volksverschlüsselung soll es einfacher machen, E-Mails sicher zu verschlüsseln.

E-Mails einfacher verschüsseln mit der kostenlosen Volksverschlüsselungs-Software. (Bildquelle: Fraunhofer) E-Mails einfacher verschüsseln mit der kostenlosen Volksverschlüsselungs-Software. (Bildquelle: Fraunhofer)

Die neue Software mit dem Titel Volksverschlüsselung wurde vom Fraunhofer Institut für Sichere Informationstechnologie (Fraunhofer SIT) entwickelt und soll es einfacher machen, Ende-zu-Ende-verschlüsselte E-Mails zu verschicken. Die Software ist kostenlos, aber rein für den privaten Gebrauch gedacht. Die Deutsche Telekom stellt die notwendige Infrastruktur in einem "Hochsicherheitszentrum" bereit.

Laut Prof. Michael Waidner, Leiter des Fraunhofer SIT, soll die Software den Nutzern dabei helfen, sich vor unerwünschter Massenüberwachung zu schützen und so auch das Ziel der »vertrauenswürdigen Kommunikation« erfüllen, das von Politik und Wirtschaft verfolgt wird. Die Software erzeugt einen privaten kryptografischen Schlüssel, der nicht übertragen wird und für die Verschlüsselung und Signatur von Nachrichten verwendet wird.

Für die Einrichtung der zentral verwalteten digitalen Zertifikate ist die Anmeldung über einen Registrierungsschlüssel, einem Telekom-Login oder einem elektronischen Personalausweis notwendig. Danach sucht die Software nach unterstützen E-Mail-Programmen, Browsern oder Anwendungen, die Verschlüsselung unterstützen und integriert dort automatisch die Zertifikate. Für den Anwender entfallen so recht komplexe Aufgaben.

Aktuell steht die Software nur für Windows-Betriebssysteme ab Windows XP zur Verfügung und unterstützt Microsoft Outlook und Mozilla Thunderbird sowie die Browser Internet Explorer, Chrome und Firefox. Weitere Unterstützung, etwa für Android, iOS, Linux und macOS und auch für die Verschlüsselung mit OpenPGP wurde bereits angekündigt. Auch der Source-Code der Volksverschlüsselungs-Software wird demnächst offengelegt, damit belegt werden kann, dass keine Hintertürchen existieren.

Quelle: Volksverschlüsselung

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