VR-Rechtsstreit - Nach Sieg über Oculus: ZeniMax verklagt jetzt Samsung

Nach Oculus VR geht es jetzt Samsung an den Kragen: ZeniMax Media wirft dem Tech-Konzern aus Südkorea vor, wissentlich gestohlene Technologien für sein Gear VR verwendet zu haben.

von Tobias Ritter,
16.05.2017 11:46 Uhr

Der Streit um Oculus Rift weitet sich aus. Nach Oculus VR hat ZeniMax Media jetzt auch Samsung verklagt. Dessen Gear VR basiert auf der VR-Technologie, die Oculus angeblich von ZeniMax entwendet hat.Der Streit um Oculus Rift weitet sich aus. Nach Oculus VR hat ZeniMax Media jetzt auch Samsung verklagt. Dessen Gear VR basiert auf der VR-Technologie, die Oculus angeblich von ZeniMax entwendet hat.

500 Millionen US-Dollar hat ein Gericht dem Bethesda-Mutterkonzern ZeniMax Media als Schadensersatz zugesprochen. Im Rahmen einer ZeniMax-Klage gegen Oculus VR sah die zuständige Jury den Vorwurf eines Verstoßes gegen ein Non-Disclosure-Agreement (NDA) als bewiesen an.

Damit ist die Auseinandersetzung aber offenbar noch lange nicht beendet. Während Oculus VR das Urteil aus erster Instanz nicht akzeptiert und eine Anfechtung in die Wege geleitet hat, widmet sich ZeniMax Media neuen Zielen. Diesmal hat die Rechtsabteilung Samsung ins Visier genommen.

»Powered by Oculus« wird zum Problem

Dem Tech-Konzern aus Südkorea scheint damit sein eigener Werbe-Slogan zum Verhängnis zu werden: Mit »Powered by Oculus« bewirbt das Unternehmen sein eigenes Virtual-Reality-Headset Gear VR. In der Tat haben die beiden Firmen bei der Entwicklung ihrer VR-Technologien gemeinsame Sache gemacht. Und das hätten sie laut ZeniMax besser nicht tun sollen.

In der Klageschrift gegen Samsung heißt es, dass der Konzern von den Anschuldigungen gegen Oculus VR gewusst haben müsse, sein auf den fraglichen Technologien basierendes Gear VR aber dennoch weiter unverändert angeboten habe.

Die Rede ist daher von Veruntreuung von Geschäftsgeheimnissen, unfairem Wettbewerb und ungerechtfertigter Bereicherung. ZeniMax fordert nun von Samsung Schadensersatz - in welcher Höhe, ist nicht bekannt.

Auch John Carmack mischt mit: 22,5 Millionen Dollar von ZeniMax gefordert

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