Warhammer: Mark of Chaos - Der Riese frisst Soldaten

von Gunnar Lott,
13.05.2006 02:13 Uhr

Kann sich noch jemand von Ihnen an das Spiel Dark Omen erinnern? So ungefähr wird Warhammer: Mark of Chaos. Für alle anderen, denen das kein Begriff ist (keine Schande, das Spiel erschien 1997), gehen wir ein bisschen ins Detail:

Mark of Chaos ist Echtzeit-Strategie, aber mit globaler Karte und ohne Basisbau. Sie spielen als Vertreter des menschlichen Imperiums oder der Horden des Chaos. Rundenweise bewegen Sie Armeen (bis zu vier insgesamt) über die Karte der Alten Welt, in Ortschaften können Sie Ihre Truppen aufstocken. Treffen Sie auf eine feindliche Truppe oder Siedlung kommt es zu einer Echtzeit-Schlacht in feinem 3D.

In den Schlachten befehligen Sie keine Einzelsoldaten, sondern Regimenter (wie in Rome: Total War). Die Regimenter werden nicht nur für einen Kampf ausgehoben, sie begleiten sie durch das ganze Spiel, gewinnen an Erfahrung und Spezialfähigkeiten und können aufgerüstet werden.

Besonders wichtig sind die Helden, Einzelkämpfer mit überragenden Talenten. Jeder von denen hat seinen eigenen Skilltree und kann Gegenstände im Inventar tragen. Die Items gibt es zu kaufen, sie können aber auch auf dem Schlachtfeld gefunden werden. Treffen zwei Helden aufeinander, kann einer den anderen zum Duell fordern - dann erscheint ein leuchtender Ring um beide, andere Einheiten können in diesen Kampf nicht eingreifen. Die Schlacht tobt um sie herum allerdings weiter. In den Duellen können die Helden spezielle Duellfähigkeiten einsetzen, aber dazu kommen wir gleich noch.

Die Skilltrees der Helden sind in drei Sparten eingeteilt: Kommandofähigkeiten, Duellfähigkeiten und Kampffähigkeiten. Wer auf Kampf setzt, kann mit seinem Helden gegen ganze Regimenter antreten, Duellspezialisten sehen gegen andere Helden gut aus, gute Kommandeure geben ihren Regimentern Boni. Mit Skillpunkten bauen Sie die Fähigkeiten zwischen den Schlachten wie in einem Rollenspiel aus.

Die Schlachten selber sehen großartig aus: Die Einheiten sind detailliert, besonders große Monster, Dämonen oder Helden sind liebevoll animiert. In einer Demo-Schlacht haben wir mit unseren Chaostruppen Orks angegriffen, die einen Riesen dabei hatten. Der hat zwei unserer Regimente alleine beschäftigt - mit seiner Keule hat er die Leute reihenweise weggewischt, kam ihm jemand zu nahe, hat er ihn geschnappt und aufgefressen. Als wir ihn endlich besiegt hatten, ist er spektakulär umgekippt und hat dabei noch mal fünf, sechs Mann zerquetscht.

Wer sich mit dem Warhammer-Universum (dazu gibt es Tabletop-Spiele, Bücher, Brettspiele und vieles mehr) ist vielleicht an folgenden Infos interessiert: Zwar gibt es nur zwei spielbare Rassen (Imperium und Chaos), im Laufe der Kampagne können Sie aber als Hilfstruppen auch noch andere einsetzen: Das Chaos bekommt Skaven dazu, die Menschen Zwerge und Hochelfen. Weitere Rassen sind möglich, aber noch nicht bestätigt.

Warhammer: Mark of Chaos soll Ende dieses Jahres erscheinen und wird in Deutschland von Deep Silver vertrieben. Der Entwickler ist übrigens Black Hole, die haben zuletzt das sehr ordentliche Armies of Exigo gemacht.


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