Warhammer Online - Als Suchtmittel »ein grandioser Misserfolg«

Auf der »Jahrestagung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung« bezeichnet der EA-Pressesprecher Martin Lorber Warhammer Online als grandiosen Misserfolg.

von Michael Obermeier,
06.07.2009 12:54 Uhr

Überraschende Worte vom Publisher Electronic Arts über das eigenen MMO Warhammer Online: laut dem EA-Pressesprecher Martin Lorber soll das Online-Rollenspiel als süchtig-machende Freizeitbeschäftigung ein »grandioser Misserfolg« sein.

Diese Aussage ist auf der »Jahrestagung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung« zum Thema Spielesucht gefallen. Den dort geäußerten Vorwurf dass Spiele wie World of Warcraft zwangsläufig süchtig machen, wies Lorber zurück. Immerhin enthalte das EA-Spiel Warhammer Online viele Elemente die auch in WoW stecken, WAR sei jedoch ein »grandioser Misserfolg«.

Das neueste Update zu Warhammer Online entführt Spieler in die Länder der Toten.Das neueste Update zu Warhammer Online entführt Spieler in die Länder der Toten.

Trotz unglücklicher Formulierung sollte das Statement aber vielmehr darauf abzielen, dass Spieleentwickler keine »geheimen-Süchtigmacher« in ihre Spiele integrieren um bessere Abo-Zahlen zu erreichen. Lorber verteidigt damit nicht nur das eigene Spiel sondern auch den großen Konkurrenten World of Warcraft. Dessen Betreiber, Blizzard Entertainment, hielt es jedoch nicht für nötig an der Tagung teilzunehmen.

Letzten Ankündigungen zufolge spielen derzeit etwa 300.000 Spieler Warhammer Online, demnächst sollen auch Spieler in Asien ins Fantasy-Reich pilgern dürfen. Die World of Warcraft-Entwickler Blizzard vermeldeten zuletzt 11,5 Millionen aktive Abos.


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