Wikileaks - Festnahmen und Razzien wegen Anonymous

In Großbritannien und den USA gehen die Behörden gegen mutmaßliche Mitglieder von Anonymous vor.

von Georg Wieselsberger,
28.01.2011 15:43 Uhr

Anonymous hatte dazu aufgerufen, bei DDOS-Angriffen auf Amazon oder PayPal zu helfen, da diese Firmen ihre Geschäftsbeziehungen zu Wikileaks beendet hatten. Amazon war einer der Hoster für Wikileaks, während man über PayPal Spenden an die Whistleblower-Seite senden konnte.

In Großbritannien wurden nun fünf Personen zwischen 15 und 26 Jahren festgenommen, da sie an den DDOS-Angriffen mit der Bezeichnung »Operation Payback« teilgenommen haben sollen. Die Ermittlungen gegen Anonymous finden laut Scotland Yard auch in anderen europäischen Ländern und in den USA statt. Dort hat das FBI in diesem Zusammenhang 40 Häuser durchsucht, allerdings niemanden verhaftet.

Im Falle einer Anklage drohen sowohl in den USA als auch in Großbritannien bis zu 10 Jahre Haft. Anonymous hat inzwischen einen offenen Brief an die britische Regierung ins Internet gestellt. Die Aktionen der Behörden zeige, dass diese die aktuelle Lage nicht verstehen würden und stellten eine Kriegserklärung an Anonymous dar. DDOS-Angriffe seien nicht anderes als eine Blockade der Infrastruktur als Protest-Aktion, bestehend aus tausender legaler, gleichzeitiger Verbindungen zu einem Webserver. Ob diese Blockade in der echten Welt oder im Cyberspace stattfinde, spiele keine Rolle.


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