Wikileaks - Versteckte Drohung an Fox News?

Wikileaks-Gründer Julian Assange hat in einem Interview angedeutet, was bisher unveröffentlichte Depeschen enthalten.

von Georg Wieselsberger,
14.01.2011 16:46 Uhr

Nach der Veröffentlichung der US-Dokumente über den Afghanistan-Krieg im Sommer 2010 durch Wikileaks hatte es bereits erste Forderungen in den USA gegeben, Julian Assange auch ohne Zustimmung des jeweiligen Landes und ohne Rücksicht auf die Gesetzeslage überall auf der Welt festzunehmen.

Daraufhin veröffentlichte Wikileaks eine 1,4 GByte große und mit dem nach wie vor ungeknackten AES256 verschlüsselte Datei namens Insurance.aes256, deren Passwort veröffentlicht wird, sollte Assange oder einem anderen Wikileaks-Mitarbeiter etwas »zustoßen«. Bisher war unklar, was in dieser Datei enthalten ist, sogar über einen reinen Bluff wurde spekuliert.

Nun hat Assange in einem Interview mit NewStatesman angedeutet, um welche Dokumente es sich handelt. So seien beispielsweise 504 US-Depeschen über eine einzige Sendeanstalt enthalten und Depeschen über Medien-Mogul Rupert Murdoch und seinen Konzern News Corp, zu dem auch Fox News gehört. Gerade Fox News ist einer der Sender in den USA, die stark gegen Wikileaks und Julian Assange eingestellt sind und entsprechend berichten. Der Hinweis auf Murdoch und News Corp könnte also durchaus ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl durch Assange sein.

Die Medien in den USA sollten sich laut Assange aber eher Sorgen um ihre Freiheit machen, denn wenn er in den USA verurteilt werden könne, dann träfe das auch auf jeden Journalisten zu, der bisher dachte, geschützt zu sein. Der »technische Feind« von Wikileaks seien aber nicht die USA, sondern China mit seiner »aggressiven und hochwertigen Abhörtechnik«. Hier gäbe es einen andauernden Kampf, die Informationen auch für Chinesen abrufbar zu halten.


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