Wikipedia: The Text Adventure - Wikipedia wird zum Browserspiel

Gamification ist ein pädagogisches Zauberwort, um Muffel zum Büffeln zu bekommen. Wikipedia setzt das jetzt um und wird zum Textadventure. Look around.

von Dimitry Halley,
03.07.2017 10:51 Uhr

Wikipedia wird zum Textadventure. Viel Spiel darf man aber nicht erwarten.Wikipedia wird zum Textadventure. Viel Spiel darf man aber nicht erwarten.

Hach, Textadventures waren toll. Jeder verbrachte die ersten Minuten damit, irgendwelchen Quatsch durch den Parser zu jagen, um zu schauen, ob der Befehl vom Spiel erkannt wird. Und auch abseits solcher Spielereien bekam man meist ein herrliches Knobel-Abenteuer, bei denen man mit kleinen Aktionen die Welt bewegte. Es sei denn, man machte was falsch oder vergaß eine wichtige Aktion. Dann wurden sie frustrierender als Dark Souls. Das Wikipedia-Textadventure, das jüngst veröffentlicht wurde, bietet im Prinzip gar nichts von alldem. Trotzdem ist die Idee cool.

Bei Wikipedia: The Text Adventure handelt es sich im Prinzip um ein Browser-Erkundungsspiel, in dem man sich einen Startpunkt auswählt und von dort aus die Umgebung erkundet. Dabei bietet das Spiel einige prominente Vorschläge: Mögliche Orte sind beispielsweise das Brandenburger Tor, Sherlock Holmes' Appartement in der 221B Baker Street, der Las Vegas Strip oder die Verbotene Stadt in China. Man kann aber auch komplett eigene Startpunkte wählen - zum Beispiel die schönste Stadt der Welt: Trier.

Willkommen in Trier. Schön hier, oder?Willkommen in Trier. Schön hier, oder?

Gehen wir den letztgenannten Ort mal exemplarisch und rein zufällig durch: Legt man in Trier los, bekommt man im Textdialog ein paar Infos zur Stadt und kann dann entscheiden, in welche Richtung man geht. »Go East« führt einen beispielsweise zu den Kaiserthermen.

Von dort kann man sich dann zum Rheinischen Landesmuseum vorarbeiten, wo gewisse GameStar-Redakteure, die wir hier nicht namentlich nennen wollen, ihren Zivildienst abgeleistet haben. Besonders cool: Das Spiel rechnet die Fotos des echten Wikipedia auf einen kruden Pixel-Look herunter und bietet Ihnen so eine möglichst authentische Text-Adventure-Nostalgie.

Wirklich was zu spielen gibt's allerdings nicht. Sie können natürlich wilde Kommandos in die Parser-Zeile tippen. Falls etwas passiert, geben Sie uns Bescheid. Exit.


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