Windows 10 Cloud - Erste Version geleakt, Upgrade auf Vollversion möglich

Das von Tim Sweeney als Steam-Killer bezeichnete Windows 10 Cloud ist nun in einer unfertigen Version geleakt, die einige Gerüchte bestätigt.

von Georg Wieselsberger,
06.02.2017 07:16 Uhr

Windows 10 Cloud kann tatsächlich nur mit Apps aus dem Windows Store genutzt werden.(Bildquelle: YouTube/Neowin)Windows 10 Cloud kann tatsächlich nur mit Apps aus dem Windows Store genutzt werden.(Bildquelle: YouTube/Neowin)

Vor einigen Tagen waren im Internet die ersten Hinweise auf Windows 10 Cloud aufgetaucht, eine anscheinend abgespeckte Version des Betriebssystems, auf der nur Apps aus dem Windows Store laufen sollen.

Der CEO von Epic Games, Tim Sweeney, sah darin umgehend einen erneuten Angriff auf die Offenheit des PC-Ökosystems und erklärte, diese Windows-Version hätte nur das Ziel, Steam zu vernichten.

Build 15025 von Windows 10 Cloud geleakt

Inzwischen ist eine unfertige Version von Windows 10 Cloud geleakt. Laut den Berichten im Internet handelt es sich tatsächlich um eine Version, die ausschließlich UWP-Apps aus dem Windows Store akzeptiert, allerdings bisher keine, die direkte aus üblichen Win32-Programmen konvertiert wurden.

Damit entspricht der Leistungsumfang im Grunde dem wenig beliebten Windows 8 RT, das ebenfalls nur Apps aus dem Windows Store verwenden konnte. Allerdings soll es laut Petri anscheinend die Möglichkeit geben, ein Upgrade zu kaufen, das aus Windows 10 Cloud ein vollwertiges Windows 10 macht.

Kostenlose Version wie Windows 8.1 mit Bing

Zusammen mit Gerüchten, dass Windows 10 Cloud das bisher für PC-Hersteller kostenlose »Windows 8.1 mit Bing« ersetzen soll, könnte das darauf hindeuten, dass auch Windows 10 Cloud eine aktuellere kostenlose Einsteiger-Variante für PC-Hersteller ist. Allerdings laufen mit Windows 8.1 mit Bing alle Windows-Programme und nicht nur solche aus dem Windows Store.

Neowin hat sich die geleakte Version auch einmal genauer angesehen. Windows 10 Cloud sieht demnach genau wie Windows 10 aus und kann sogar Erweiterungen im Edge-Browser verwenden. Allerdings funktionieren bisher weder die Verbindung zu OneDrive noch die Nutzung der Powershell für Skripts. Das kann sich allerdings noch ändern, da Windows 10 Cloud noch nicht fertiggestellt ist.

Quelle: Petri, Neowin


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