Windows 10 - Microsoft-Patent gegen unerlaubte Inhalte sorgt für Aufregung

Microsoft hat ein Patent erhalten, dass im Web als »Kill Switch« für illegale Inhalte bezeichnet wird und eine Diskussion aus dem Jahr 2015 rund um Windows 10 wiederaufleben lässt.

von Georg Wieselsberger,
24.05.2017 09:32 Uhr

Ein Patent beschreibt angeblich einen Kill Switch für für illegale Inhalte für Windows 10. Ein Patent beschreibt angeblich einen Kill Switch für für illegale Inhalte für Windows 10.

Im August 2015 gab es recht große Aufregung um die Nutzungsbedingungen von Windows 10, in denen sich Microsoft das Recht auf eine Prüfung von Soft- und Hardware einräumte - auf den ersten Blick nur, um entsprechende Updates zu finden und installieren zu können.

Doch im nächsten Absatz war dann auch die Rede davon, den Nutzer »am Spielen von gefälschten Spielen oder an der Nutzung unerlaubter Hardware-Peripheriegeräte" zu hindern. Microsoft reagierte damals mit dem Hinweis, es handle sich um einen aus dem Xbox-Bereich übernommenen Paragrafen, der eigentlich nur das Cheaten bei Online-Spielen betreffe.

Patent lässt Diskussion wieder aufleben

In den USA hat Microsoft nun ein Patent erhalten, das ein ähnliches Thema behandelt und bei Digital Music News beispielsweise als »Kill Switch« für illegale Downloads in Windows 10 bezeichnet wird. Tatsächlich beschreibt das Patent eine Methode, um »verbotene Inhalte« zu deaktivieren und Nutzer, die mehrmals auffallen, zu identifizieren.

Wenn Inhalte als nicht erlaubt erkannt werden, wird auch ein Verlauf solcher Vorfälle angelegt, in dem auch der Nutzer genannt wird. Bei mehrfachen Verstößen soll dann der Zugriff des Nutzers auf solche Inhalte angepasst werden. Auch das Teilen illegaler Inhalte zwischen Nutzern soll verhindert werden.

Beschreibung spricht von Speichersystemen und Providern

Allerdings bezieht sich das Patent ausdrücklich auf die Speichersysteme eines Service-Providers und nicht etwa auf die Festplatte eines privaten Rechners. Das Patent scheint daher eher für einen Dienst wie OneDrive gedacht, auf dessen Systemen manche Nutzer tatsächlich illegale Kopien von urheberrechtlich geschütztem Material speichern.

Die Erkennung unerlaubter Inhalte, der jeweiligen Nutzer und das Sperren des Zugriffs für andere Nutzer gehört zum Alltag solcher Dienste. Mit Windows 10, wie manche Webseiten schreiben, hat das Patent zumindest laut der Beschreibung nichts zu tun.

Quelle: Digital Music News, USPTO


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