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Windows 7: Schattenkopien - Ratgeber: Neue Funktion clever nutzen

Windows 7 bietet eine spannende neue Funktion, die den Namen "Schattenkopien" oder auch "Vorgängerversionen" trägt. Wir zeigen, wieso Sie diese Funktion unbedingt nutzen sollten.

von Panagiotis Kolokythas,
21.04.2010 12:10 Uhr

Ein falscher Mausklick und schon ist es passiert: Eine wertvolle Datei wurde überschrieben oder gar gelöscht. Oder es traten Probleme beim Abspeichern auf: Die Datei ist ruiniert und kann nicht mehr gelesen haben. Wer Windows 7 ab der Version Home Premium einsetzt, der ist vor solchen Malheurs geschützt und weiß es womöglich gar nicht. Er muss nämlich zunächst die mitgelieferte Sicherheitsfunktion "Vorgängerversionen" aktivieren, die im englischen Windows 7 den doch etwas spektakuläreren Namen "Volume Shadow Copy Service" (VSS) also "Schattenkopien-Dienst" trägt.

Die Sicherheitsfunktion wird seit Server 2003 in Windows mitgeliefert, war bereits in Windows Vista enthalten und darf nun auch von allen Windows-7-Anwendern genutzt werden. Immerhin werden von allen Dateien bis zu 64 Kopien im Hintergrund erstellt und von Windows 7 still und heimlich verwaltet. Windows 7 nutzt dabei die Erstellung von Wiederherstellungspunkten, um die Kopien von Dateien anzulegen. Einen Wiederherstellungspunkt erstellt Windows immer vor kritischen Operationen oder wenn Sie ein Updateinstallieren oder ein Backup erstellen.

In der Regel legt Windows 7 dann eine Schattenkopie einer Datei an, wenn ein Wiederherstellungspunkt generiert wird. In der Regel geschieht dies einmal am Tag. Sollten Sie innerhalb dieses Tages mehrmals eine Datei ändern, dann werden also nicht alle Änderungen separat archiviert, nur der Stand der Datei, der kurz vor dem Erstellen des Wiederherstellungspunktes existierte.

Wichtiger Hinweis:
Die Schattenkopien-Funktion von Windows 7 erspart Ihnen nicht, regelmäßig Backups Ihrer wichtigen Dateien anzulegen. Die Schattenkopien werden genau auf der Partition abgelegt, auf der sich auch die Originaldatei befindet. Liegt also ein Hardware-Defekt vor, dann helfen auch die Schattenkopien nicht weiter.

» mehr zum Thema Windows 7

Schattenkopien-Funktion aktivieren

Die Schattenkopien speichert Windows 7 übrigens auf dem jeweiligen Laufwerk im System-Verzeichnis "System Volume Information". In der Regel ist die Schattenkopie-Funktion beim Betriebssystem-Laufwerk automatisch aktiviert. Vorausgesetzt auf dem Laufwerk ist genügend Speicherplatz frei.

Die Schattenkopie-Funktion können Sie für jede im Rechner genutzte Partition einzeln ein- und wieder ausschalten. Um die Funktion zu aktivieren, rufen Sie die "Erweiterten Systemeinstellungen" per <Windows-Taste>-<Pause> auf und klicken anschließend in der linken Leiste auf "Computerschutz".

Unter "Schutzeinstellungen" werden nun die Laufwerke aufgelistet. Ob die Schattenfunktion aktiviert ist, erkennen Sie daran, ob unter "Schutz" entweder "Ein" oder "Aus" steht.

Wenn Sie nun ein Laufwerk markieren und anschließend auf den Button "Konfigurieren" klicken, dann öffnet sich ein Fenster, in dem Sie die Schutzeinstellungen für das betreffende Laufwerk anpassen können. Die Schattenfunktion ist dann aktiviert, wenn unter "Einstellungen wiederherstellen" entweder "Systemeinstellungen und vorherige Dateiversionen wiederherstellen" oder "Nur vorherige Dateiversionen wiederherstellen" ausgewählt wurde.

Unter "Speicherplatzbelegung" können Sie außerdem festlegen, wie viel Speicherplatz der Computerschutz maximal belegen darf. Wird das Limit überschritten, dann fängt Windows automatisch an, ältere Wiederherstellungspunkte zu löschen, um neuen Speicherplatz für aktuelle Dateien und Wiederherstellungspunkte zu erstellen.

Wenn Sie eine große Partition mit vielen GB besitzen, dann spricht nichts dagegen, möglichst viel Platz für die Computerschutz-Funktion zu reservieren. Lieber nutzen Sie den ansonsten nur leer bleibenden Speicherplatz für das Ablegen von Wiederherstellungspunkten und Schattenkopien, als sich im Falle eines Falles darüber zu ärgern, dass sie zu knausrig bei der Speicherplatz-Zuweisung waren und deshalb wichtige Dateien verloren gingen. Eine Festplatte ist ja schließlich dazu da, um mit Dateien gefüllt zu werden.

Zehn Prozent des Gesamt-Speicherplatzes sind ein guter Wert für den Anfang. Sollten Sie eine große Partition verwenden, auf der sie nur wichtige Dokumente ablegen, dann können Sie auch etwas großzügiger sein.


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