Windows 8 - Der Desktop wird virtuell

Microsoft will mit dem nächsten Windows-Betriebssystem nahezu alles in einer virtuellen Maschine ablaufen lassen.

von Georg Wieselsberger,
18.11.2010 15:37 Uhr

Genaue Informationen zu Windows 8 oder, wie Microsoft es nennt, »Windows Next« sind rar, doch nun sind im Internet zwei Folien einer Präsentation vom April 2010 aufgetaucht. Einer der Hauptpunkte des nächsten Windows ist demnach der virtuelle Desktop, bei dem die Nutzerdaten, Einstellungen, Programme und auch das Betriebssystem selbst in einer virtuellen Maschine laufen, die von der lokal vorhandenen Hardware unabhängig ist.

Der Desktop soll laut ZDNet ein Portal für den Nutzer werden, doch Betriebssystem, Programme und Daten werden zentral verwaltet und mit einem »App-Store« synchronisiert und stehen auf jedem PC zur Verfügung. Probleme oder viel Arbeit beim Wechsel des Rechners sollen so der Vergangenheit angehören. Wie genau der virtuelle Desktop funktionieren soll, wird aber mangels Details nicht klar. Auch bisher ist Virtualisierung mit Windows 7 möglich, ist aber aktuell meistens nur für Unternehmen interessant.

Sollte Microsoft dieses Konzept stark ausbauen und die Virtualisierung auch für den normalen Heimgebrauch durchsetzen wollen, könnte dies erklären, warum Steve Ballmer das nächste Windows kürzlich als das risikoreichste Produkt des Konzerns bezeichnet hatte.

Folie 1 Folie 1

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