Windows 8 - Update: Auch Blizzard nicht begeistert

Auf der Videospiele-Konferenz »Casual Connect« in Seattle hat Gabe Newell in einem Interview Windows 8 als »Katastrophe« bezeichnet.

von Georg Wieselsberger,
27.07.2012 14:04 Uhr

Update: Auch der Spielehersteller Blizzard ( Diablo 3 , World of Warcraft , Starcraft 2 ) äußert sich despektierlich über Windows 8. In einem Tweet sagt Rob Pardo, Vice President for Game-Design bei Blizzard:

»Schönes Interview mit Gabe Newell: 'Ich denke, Windows 8 ist eine Katastrophe für jeden im PC-Geschäft.' - Für Blizzard [ist Windows 8] auch alles andere als großartig.«

Harte Worte vom wichtigsten PC-Spiele-Hersteller.

Ursprüngliche Meldung: Die Offenheit des PC-Systems sei der Grund, warum Firmen wie Valve, Epic, Zynga oder auch Google überhaupt existieren würden, doch nun sei die Versuchung groß, daraus eine geschlossene Plattform zu machen. So könnte man die Konkurrenz vom Zugriff ausschließen und das hielten einige für »hochinteressant«. Bei Valve habe man aber von der Offenheit des PCs und dem Internet profitiert und werde weiterhin nach offenen Plattformen Ausschau halten.

»Spiele sind das große Problem, das Linux behindert«, so Newell. Es werde gar nicht realisiert, wie enorm wichtig Spiele für das Kaufverhalten von Kunden sind. Man wolle es daher so einfach wie möglich machen, alle 2.500 Spiele auf Steam auch auf Linux laufen zu lassen. Das sei eine Absicherungsstrategie. »Ich denke, Windows 8 ist eine Katastrophe für alle im PC-Bereich. Ich denke, wir werden einige hochrangige PC- und OEM-Hersteller verlieren, die den Markt verlassen werden. Ich denke, die Gewinnspannen für viele Leute werden zerstört. Falls das stimmt, wird es gut sein, Alternativen als Absicherung gegen diese Möglichkeit zu haben«.

Newell hält laut der Meldung auf AllThingsD auch die Steuerung über Touchscreens für eine eher kurzfristige Lösung. Maus und Tastatur seien über 25 Jahre aktuell gewesen, bei Touchscreens erwartet er vielleicht 10 Jahre. Was danach komme, sei eine Kombination verschiedener Techniken, die wesentlich länger als 25 Jahre halten werde. Eine Steuerung per Zunge hält er wegen des »Blah-Blah«-Nerv-Faktors für unrealistisch, obwohl diese das »beste an das Gehirn angeschlossene mechanische System« sei. Er erwartet eine Art »Armbänder« oder eine andere Technik, die mit den Händen zu tun hat, da diese sehr viel ausdrücken können.


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