Windows für Spieler? - Große Worte - wenig Taten

Vor dem Release von Windows Vista machte Microsoft große Versprechungen. Das Betriebssystem sollte ideal für Spieler sein. Das Ergebnis ist allerdings ernüchternd.

von Hendrik Weins,
31.10.2008 15:55 Uhr

»Windows Vista ist ist das ideale Betriebssystem für Spieler«, so tönte Microsoft vor nicht allzu langer Zeit. Die angeblichen Gründe: höhere Spieleleistung als XP, DirectX10, Spiele-Explorer, Live Anywhere... Live was? Erinnern Sie sich noch an Shadowrun? Das erste Spiel mit Live-Anywhere-Unterstützung sollte Xbox 360- und PC-Spieler plattformübergreifend verbinden. Der Erfolg war – diplomatisch ausgedrückt – mäßig. Der Online-Shooter interessiert heute niemanden mehr, der dazugehörige Service wird totgeschwiegen.

Nächste Baustelle: der Spiele-Explorer. Die Idee war, alle installierten Spiele aufzulisten und mit Informationen zu versehen. Zudem sollte ein Punktesystem den Hardware-Hunger des Spiels bewerten. Ergebnis: Fehlschlag! Der Vista-Performance-Index sagt nichts aus, die Spieleinformationen sind eher spärlich.

Auch die Spieleleistung kommt unter Vista erst seit dem ersten Service Pack gerade so eben an XP heran, und das erst ein Jahr nach der Veröffentlichung von Vista. Nun rührt Microsoft bereits die Werbetrommel für das neue Windows: Windows 7. Und auch diesmal sollen clevere Funktionen für Spieler an Bord sein: Spiele-Explorer (jetzt noch umfangreicher), DirectX 11 und – natürlich – eine deutlich bessere Leistung als Vista. Hoffen wir, dass Microsoft den großen Worten diesmal große Taten folgen lässt. Ich habe da so meine Zweifel.


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