Windows 10 - Endkunden testen Patches für Unternehmen

Microsoft will Feature-Updates für Windows 10 erst für Unternehmen anbieten, nachdem diese bei Endkunden keine Probleme bereiten.

von Georg Wieselsberger,
01.02.2015 11:29 Uhr

Windows 10 Enterprise wird nicht kostenlos sein.Windows 10 Enterprise wird nicht kostenlos sein.

Das kommende Betriebssystem Windows 10 wird bekanntlich von Microsoft ein Jahr als kostenloses Upgrade von Windows 7 oder neuer angeboten. Bislang war aber nicht klar, ob dieses Angebot auch für die Enterprise-Version von Windows gilt, die bei vielen großen Unternehmen zum Einsatz kommt. Nun hat Microsoft in einem Beitrag im offiziellen Windows-Blog klargestellt, das dieses Angebot für diese Version der Betriebssysteme nicht gilt. Unternehmen müssen also wie bisher je nach dem mit Microsoft abgeschlossenen Vertrag für das Upgrade bezahlen. Damit ist nun zumindest ein Teil des Geschäftsmodells bekannt, mit dem Microsoft bei Windows 10 Geld verdienen will. Nach wie vor ist aber nicht klar, wie viel Windows 10 nach dem Ablauf des ersten Jahres nach Erscheinen kosten soll.

Windows 10 wird auch wie die aktuelle Technical Preview eine Einstellung bieten, die Updates entweder gleich nach Erscheinen oder erst einige Zeit später erlaubt. Im letzteren Fall dauert es zwar länger, bis Probleme behoben werden, andererseits dürften eventuelle Schwierigkeiten mit dem Update bis dahin bereits behoben worden sein. Unternehmen können auch entscheiden, ob sie nur Sicherheitsupdates oder auch neue Features auf ihren Rechnern installieren wollen.

Windows 10 Enterprise bietet den Unternehmen laut Mary Jo Foley daher auch eine Einstellung namens »Current branch for Business«, bei der auch Updates mit neuen Features installiert werden, aber erst, »nachdem ihre Qualität und Software-Kompatibilität im Verbrauchermarkt beurteilt wurde«. In gewisser Weise stellen also die privaten Nutzer von Windows 10 eine zusätzliche Stufe der Qualitätstests für Updates dar, die auch an Unternehmen verteilt werden sollen.

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