Windows 10 - Raubkopien mit Upgrade bleiben illegal (Update)

Microsoft rudert nach den Versprechen zu einem Upgrade für illegale Windows-Versionen deutlich zurück. Raubkopien bleiben Raubkopien.

von Georg Wieselsberger,
20.03.2015 07:15 Uhr

Zu früh gefreut - Windows 10 bleibt nach einem Upgrade von einer Raubkopie weiter eine Raubkopie.Zu früh gefreut - Windows 10 bleibt nach einem Upgrade von einer Raubkopie weiter eine Raubkopie.

Update: Wie erwartet hat Microsoft inzwischen eine weitere Erklärung abgegeben.Nutzern, die eine Raubkopie verwenden und ein Upgrade auf Windows 10 durchführen, soll es leicht gemacht werden, ihre Installation zu einer legalen Version zu machen. Im Windows Store soll es eine entsprechende Möglichkeit geben. Aber auch die neue Mitteilung enthält laut The Verge keine Angeben dazu, wie sich eine »nicht-originale« Version von Windows 10 verhalten wird, um deren Nutzer überhaupt dazu bewegen zu können, diese Möglichkeit im Windows Store zu verwenden.

Quelle: The Verge

Originalmeldung: Der überraschende Schritt von Microsoft, das Upgrade auf Windows 10 auch für Raubkopien von Windows 7 oder neuer anzubieten, hat für viel Aufsehen gesorgt. Doch wie das Unternehmen aufgrund der vielen Berichte zu diesem Thema nun klargestellt hat, geht Microsoft doch nicht ganz so weit wie bisher gedacht. Zwar stimmt es, dass Microsoft das Upgrade auch für illegale Versionen von Windows anbieten wird, doch soll dann durch das Upgrade keine legale Version von Windows 10 entstehen.

»Auch wenn das Upgrade möglich ist, wird es den Zustand der Lizenz nicht nicht ändern. Ein nicht-originales Windows wurde nicht von Microsoft veröffentlicht. Es ist nicht ordnungsgemäß lizenziert, noch wird es von Microsoft oder einem Trusted Partner unterstützt“, so die Mitteilung. Eine Windows-Raubkopie bleibt daher auch nach dem Upgrade auf Windows 10 eine Raubkopie. Diese Aussage passt allerdings überhaupt nicht zu der Ankündigung, man wolle mit dem Schritt des Upgrade auf Windows 10 den Nutzern illegaler Versionen die Vorteile eines regulären Windows näher bringen. Auch das Ziel, in China das Problem mit den vielen Windows-Raubkopien anzugehen, das Terry Myerson angesprochen hatte, würde so wohl kaum erreicht.

Es ist auch nicht klar, wie sich ein Upgrade auf Windows 10 dann auf das Betriebssystem auswirkt, wenn es nach wie vor als Raubkopie gilt. Sollte Microsoft beispielsweise dann bestimmte Einschränkungen bei Funktionen vornehmen, wäre dies vermutlich nur ein Anreiz, diese Sicherheitsmaßnahmen auch in Windows 10 auszuhebeln. Im Grunde würde sich dann im Vergleich zum aktuellen Zustand nichts ändern, was die Ankündigung von Microsoft und die nun erfolgte Klarstellung umso verwirrender macht. Vermutlich wird Microsoft also bis zur Veröffentlichung von Windows 10 noch weitere Erklärungen abgeben müssen.

Quelle: Neowin


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