Windows 10 - Das Ende des Media Centers

Neben all den guten Nachrichten rund um Windows 10 gibt es auch einen Wermutstropfen: das Media Center ist Geschichte.

von Georg Wieselsberger,
04.05.2015 12:19 Uhr

Das Windows Media Center ist mit Windows 10 Geschichte.Das Windows Media Center ist mit Windows 10 Geschichte.

Microsoft hat auf der BUILD 2015 den Blick nach vorne geworfen und viele Möglichkeiten für und rund um Windows 10 aufgezeigt. Doch im Hintergrund hat sich Microsoft auch zu einem Schritt entschlossen, der manchem Windows-Nutzer nicht gefallen wird. Wie ZDNet schreibt, hat ein Microsoft-Manager auf der Entwicklerkonferenz auch verraten, dass es kein Update für das Media Center in Windows 10 geben wird.

Damit könnten die Nutzer dieser Multimedia-Software vielleicht noch leben, doch Microsoft wird das Media Center in Windows 10 überhaupt nicht mehr unterstützen. Nutzer, die ihren Rechner von Windows 7 oder Windows 8.1 auf Windows 10 kostenlos upgraden, verlieren dabei auch das zuvor vorhandene Media Center. Laut dem Bericht soll es auch keine Möglichkeit geben, die Software wiederherzustellen oder neu zu installieren. Wirklich überraschend ist dieser Schritt wohl nicht, da Microsoft schon bei Windows 8 das Media Center nur noch in einem später kostenpflichtigen Zusatzpaket anbot. Neue Funktionen enthielt diese Version im Vergleich zu Windows 7 ebenfalls nicht. Schon damals hatte Microsoft darauf hingewiesen, dass dem Media Center »nicht Teil der Zukunft der Unterhaltung« sein werde.

Für Nutzer, die das Media Center unbedingt weiter nutzen wollen, bleibt also nur die Möglichkeit, auf das Upgrade auf Windows 10 zu verzichten. Für einen Rechner, der nur zu diesem Zweck eingesetzt wird, dürfte das Upgrade ohnehin wenig Sinn machen. Betroffene Nutzer könnten aber auch zu einer der vielen Alternativen zu greifen, die es kostenlos als Open-Source-Software gibt, beispielsweise MediaPortal oder Kodi, das ehemals als XMBC bekannt war. Der Umfang dieser Alternativen übertrifft den des Media Center ohnehin in vielen Bereichen, beispielsweise bei der Unterstützung vieler Skins und Plugins.

Quelle: ZDNet


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