Windows 10 - US-Staatsanwälte prüfen Vorwürfe zu Zwangs-Upgrade

Die Versuche von Microsoft, die Nutzer von Windows 7 oder Windows 8.1 zu einem Upgrade auf Windows 10 zu bewegen, haben nun dazu geführt, dass US-Staatsanwälte Vorwürfe hinsichtlich eines Zwangs-Upgrades untersuchen.

von Georg Wieselsberger,
12.07.2016 07:33 Uhr

Unerwünschte Upgrades auf Windows 10 werden in den USA nun von Staatsanwälten untersucht.Unerwünschte Upgrades auf Windows 10 werden in den USA nun von Staatsanwälten untersucht.

Die vielen Hinweise auf das Windows-10-Upgrade und die dabei verwendeten umstrittenen Methoden von Microsoft haben zu vielen Beschwerden von Nutzern von Windows 7 oder Windows 8.1 geführt. Teilweise wird darüber berichtet, dass manche Rechner das Upgrade durchführten, obwohl der Nutzer dies eigentlich nicht wollte. Allerdings hatte Microsoft die kritisierten und als zu aggressiven empfundenen Methoden erst im Laufe der Zeit eingesetzt und dabei immer wieder verändert.

Erst vor einigen Wochen hatte ein Gericht Microsoft wegen eines von der Nutzerin unerwünschten Upgrades zu einer Zahlung von 10.000 US-Dollar verurteilt. Die zunächst angekündigte Berufung von Microsoft hat das Unternehmen im Mai 2016 zurückgezogen und die 10.000 US-Dollar bezahlt, um Gerichtskosten zu sparen, die über diesem Betrag gelegen hätten. Eventuell war dieser Fall jedoch nur die Spitze eines Eisbergs, denn in den USA haben nun laut einem Bericht der Rockland County Times mehrere Generalstaatsanwälte in verschiedenen Bundesländern Untersuchungen gegen Microsoft gestartet.

Der Grund dafür sind Berichte von Kunden, denen Windows 10 als Upgrade aufgezwungen worden sein soll oder die der Ansicht sind, von Microsoft getäuscht worden zu sein, um dem Upgrade zuzustimmen. Das New York State Attorney-General’s Bureau of Internet and Technology, das für die Ermittlungen im Fall von Internet-Betrug zuständig ist, bittet Betroffene laut dem Bericht sogar, sich über eine spezielle E-Mail-Adresse zu melden.

Zuletzt hatte Microsoft bei einigen Nutzern der älteren Windows-Versionen sogar einen Vollbildschirm-Hinweis angezeigt, den viele zunächst sogar für einen Blue Screen of Death hielten. Der Text der Meldung war eine Erinnerung daran, dass das kostenlose Upgrade nach dem 29. Juli 2016 nicht mehr angeboten wird.

Quelle: Rocklandtimes

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