"Wir wollen unser Windows XP" - Russische Microsoft-Probleme (Update)

Russland will nicht auf Windows XP verzichten - doch Microsoft hat den Vertrieb und den Support eingestellt.

von Georg Wieselsberger,
08.09.2009 11:27 Uhr

Microsoft hat den Verkauf von Windows XP, abgesehen von der Home-Version für Netbooks, eigentlich eingestellt, auch der normale Support für das Betriebssystem ist bereits beendet worden. Doch wie Reuters meldet, scheint Windows XP in Russland so begehrt zu sein, dass die Einstellung nun die staatliche Anti-Monopol-Behörde auf den Plan gerufen hat.

Nach deren Ansicht ist der Lieferstopp für Windows XP und für PCs mit vorinstalliertem Windows XP ein Verstoß gegen die Monopol-Gesetze Russlands. Sowohl Einzelhändler als auch die Regierung selbst hätten noch Bedarf an diesem Betriebssystem, auch wenn bereits auf Windows Vista umgestellt werde. Der Fall wird nun am 24. Juli 2009 behandelt.

Update 8. September 2009

Die Untersuchung wurde abgeschlossen und fiel zum Nachteil der Windows-XP-Verteidiger aus. Microsoft verstößt nicht gegen russische Gesetze. Doch der Konzern zeigt sich von seiner großzügigen Seite und hat sich dazu entschlossen, den russischen Kunden einen kostenlosen Umtausch von Windows XP Home oder Professional auf Windows Vista Home Basic oder Premium anzubieten.

Diese Aktion läuft allerdings nur bis Ende des Jahres. Wer das Angebot schnell annimmt, könnte dann zumindest irgendwann auf Windows 7 upgraden, mit Windows XP ist dies nicht möglich.

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