Wird Nvidia das Schicksal von VIA teilen? - Intel-Klage schreckte Mainboard-Hersteller ab

Die aktuelle Auseinandersetzung zwischen Intel und Nvidia über die Chipsatz-Lizenz für Intel-Prozessoren mit integriertem Speichercontroller ähnelt stark der Auseinandersetzung zwischen Intel und VIA im Jahr 2001.

von Georg Wieselsberger,
20.02.2009 11:03 Uhr

Die aktuelle Auseinandersetzung zwischen Intel und Nvidia über die Chipsatz-Lizenz für Intel-Prozessoren mit integriertem Speichercontroller ähnelt stark der Auseinandersetzung zwischen Intel und VIA im Jahr 2001. Wie Nvidia heute war VIA damals der Meinung, für die neuen Pentium 4-Prozessoren keine neue Chipsatz-Lizenz zu benötigen. Nachdem Intel rechtliche Schritte einleitete, befürchteten die Mainboard-Hersteller, durch das Anbieten von Pentium 4-Boards mit VIA-Chipsatz selbst in die Auseinandersetzung hineingezogen zu werden. Dies führte dazu, dass entsprechende Produkte sehr schnell vom Markt verschwanden und VIA ein bis dahin florierendes Geschäft verlor. Hinsichtlich eines neuen Nvidia-Chipsatzes für die in der Klage genannten Intel-Prozessoren warten die Mainboard-Hersteller auf Informationen von beiden Seiten. Vermutlich dürfte man auch diesmal kein Risiko eingehen wollen.

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