Xbox One - Dritthersteller-Kinect-Halterung sorgt für verbesserte Privatsphäre

Eine kommende Dritthersteller-Kinect-Halterung zielt auf die Privatsphären-Bedenken einiger Nutzer in Sachen Kinect ab: Sie ermöglicht nicht nur eine simple Anbringung des Sensors an einem Flachbildschirm sondern auch ein optionales Verdecken der beiden Kameras.

von Tobias Ritter,
28.10.2013 13:09 Uhr

Der Peripherie-Hersteller PDP bietet mit dem Kinect TV Mount eine Kinect-Halterung an, die auf Wunsch die beiden Kameras des Sensors verdeckt.Der Peripherie-Hersteller PDP bietet mit dem Kinect TV Mount eine Kinect-Halterung an, die auf Wunsch die beiden Kameras des Sensors verdeckt.

Der Spielkonsolen-Peripherie-Hersteller PDP macht sich mit einem neuen Zubehör-Teil für die kommende Xbox One die Sorge vieler Nutzer um den Schutz ihrer Privatsphäre zunutze: Das sogenannte »PDP Kinect TV Mount« sorgte für eine leichte Anbringung des Kinect-Sensors auf einem Flatscreen-TV oder -Monitor und bringt durch einen Schiebe-Mechanismus gleich noch eine Möglichkeit mit sich, die Kameras der Sensor-Einheit bei Bedarf zu verdecken.

Kosten soll das Produkt auf amazon.com 19,99 US-Dollar - damit ist es etwas teurer als vergleichbares Zubehör, das sich - allerdings ohne den »Privatsphären-Filter« - zumeist im Bereich zwischen 10 und 15 US-Dollar bewegt. Geblockt werden sollen durch die verschiebbare »Kinect-Augenbinde« sowohl die RGB- als auch die IR-Kamera von Kinect 2.0. Erhältlich sein wird PDP Kinect TV Mount ab dem 4. Dezember 2013.

Mit seiner früheren Ankündigung, dass der Kinect-Sensor für den Betrieb der Xbox One stets angeschaltet sein müsse, hatte Microsoft vor einigen Monaten für reichlich Misstrauen bei vielen Spielern gesorgt. Und auch wenn der Konsolenhersteller mittlerweile zurückruderte und darüber hinaus wissen ließ, ohne Zustimmungen der Nutzer nichts mit dem Kinect-Sensor anstellen zu wollen, sorgen sich auch weiterhin viele potentielle Käufer um ihre Privatsphäre - Befürchtungen, die derzeit nicht zuletzt auch durch die NSA-Spähaffäre und die Tatsache, dass Microsoft seit Jahren mit US-Ermittlern zusammenarbeitet, befeuert werden.

Ob es zum Schutz der eigenen Privatsphäre eines extra Zubehörs für die Xbox One bedarf, oder ob ein günstiger Papierstreifen und etwas Klebeband nicht ausreichen, muss allerdings jeder für sich selbst entscheiden.

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