Xbox One - Microsoft klärt auf, welche Daten Kinect 2.0 sammelt

Microsoft geht in einem offiziellen Datenschutz-Artikel zur Xbox One noch einmal auf den Kinect-Sensor der Next-Gen-Konsole ein und erläutert ausführlich, welche Daten das Gerät sammeln kann und was damit geschieht.

von Tobias Ritter,
01.11.2013 13:43 Uhr

Mirosoft hat Details dazu bekannt gegeben, welche Daten der Kinect-Sensor der Xbox One vom Nutzer sammelt und wie diese verwendet werden.Mirosoft hat Details dazu bekannt gegeben, welche Daten der Kinect-Sensor der Xbox One vom Nutzer sammelt und wie diese verwendet werden.

In Verbindung mit der weiter anhaltenden NSA-Affäre um die Datensammelwut US-amerikanischer Behörden sorgte unter anderem auch die Tatsache, dass Microsoft seine kommende Xbox One mit der Kamera- und Mikrofon-Sensor-Einheit Kinect 2.0 ausliefern würde, für einige Vorbehalte bei Spielern.

Mittlerweile ist der Konsolenhersteller zwar davon abgerückt, ein angeschlossenes Kinect zur Voraussetzung für den Betrieb der Next-Gen-Konsole zu machen, einige Restzweifel blieben bei potentielle Kunden aber dennoch bestehen.

Nun hat das Unternehmen auf seiner offiziellen Webseite unter microsoft.com noch einmal eine konkrete Beschreibung dessen, was Kinect 2.0 an Daten von seinen Nutzern sammeln wird, veröffentlicht. Nach einer anfänglichen Erläuterung der Funktionsweise des Peripheriegeräts als virtuelle Spielumgebung, in der Spieler ihre Körperbewegungen und ihre Stimme einsetzen können, um ein Spiel zu steuern oder durch bestimmte Angebote zu navigieren, heißt es dort unter anderem:

»Sie können die Kamera zum Anmelden verwenden. Sie misst dazu den Abstand zwischen wichtigen Merkmalen in Ihrem Gesicht, um einen numerischen Wert zu erstellen, der Sie repräsentiert. Niemand kann die Zahlen sehen und wissen, dass sie Sie darstellen. Diese Authentifizierungsinformationen bleiben auf der Konsole und werden an niemanden weitergegeben.«

Außerdem könne der Nutzer jederzeit kontrollieren, was mit Fotos passiere, die während des Spielens aufgenommen würden, und ob Sprachbefehle für eine Analyse erfasst werden dürften. Zudem ließe sich Kinect auch jederzeit ausschalten, heißt es weiter.

Darüber hinaus wird erläutert, dass Kinect bei bestimmten Anwendungen und Spielen die Skelettbewegungen des Nutzers erfassen kann - dabei entscheide aber ebenfalls der Spieler selbst, wie er gesammelte Statistiken verwalten und ob er sie freigeben wolle. Und zu guter Letzt wird auch noch auf die Erfassung von Gesichtsausdrücken eingegangen:

»Einige Spieltitel können eine neue Xbox Funktion mit der Bezeichnung „Ausdrücke“ verwenden. Diese Funktion ermöglicht es Ihnen, bestimmte Gesichtsausdrücke zu verwenden, um ein Spiel zu steuern oder zu beeinflussen. Diese Daten identifizieren Sie nicht, bleiben auf der Konsole und werden nach Ende der Sitzung gelöscht.«

Die Xbox One erscheint am 22. November 2013 und kostet inklusive Kinect 2.0 499 Euro.

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