Xbox One vs. PS4 - Microsoft: »Sonys Third-Party-Deals haben nichts mit Marktanteilen zu tun«

Microsofts Phil Spencer ist der Meinung, dass größere Marktanteile nicht automatisch zu günstigeren Thrid-Party-Deals führen. Sony erkaufe sich die Kooperationen mit Drittherstellern vielmehr, während Microsoft den Fokus auf First-Party-Entwicklungen setze.

von Tobias Ritter,
06.08.2015 09:14 Uhr

Bei Microsoft hat man sich dazu entschieden, den Fokus wieder vermehrt auf Eigenproduktionen zu legen. Sony hingegen erkaufe sich Third-Party-Deals, heißt es.Bei Microsoft hat man sich dazu entschieden, den Fokus wieder vermehrt auf Eigenproduktionen zu legen. Sony hingegen erkaufe sich Third-Party-Deals, heißt es.

Microsoft hat lange Zeit auf sogenannte Third-Party-Deals gesetzt, um seine Konsolensysteme einer möglichst großen Zielgruppe schmackhaft zu machen. Wohl prominentestes Beispiel: Die zahlreichen Download-Inhalte für die verschiedenen Ableger der populären Shooter-Reihe Call of Duty, die immer wieder mit einem zeitlichen Vorsprung auf der Xbox 360 und der Xbox One veröffentlicht wurden.

Zuletzt hat beim Konsolenhersteller aus den USA jedoch ein Umdenken stattgefunden. Bereits auf der chinesischen Gaming-Messe ChianJoy äußerte Microsofts Xbox-Chef Phil Spencer, dass Third-Party-Exklusivspiele wie etwa das jüngste Beispiel Rise of the Tomb Raider in Zukunft eher die Ausnahme bleiben sollen. Stattdessen möchte man sich lieber vermehrt auf eigene Marken konzentrieren.

Als neuer Activision-Partner für zeitexklusive Download-Inhalte rund um Call of Duty: Black Ops 3 präsentierte sich zuletzt außerdem Sony. Vermutungen, dass der Grund dafür die größeren Marktanteile der Japaner sein könnten, wies Spencer nun jedoch im Rahmen eines Interviews auf der Gamescom 2015 zurück. Es sei lediglich ein Mythos, dass ein größerer Verbreitungsgrad einer Konsole zu günstigeren Third-Party-Deals führe.

Sony habe sich diese Kooperationen viel mehr erkauft, so der Chef der Xbox-Abteilung. Außerdem sei der Aufbau eines Portfolios an First-Party-Exklusivspielen doch um einiges schwieriger, als lediglich einen Vertrag mit Dritten abzuschließen, das liege schon in der Natur der Sache begründet:

"Sie verleiben sich diese Deals ja nicht einfach nur ein, sie müssen sie kaufen. Wir haben die bewusste Entscheidung getroffen, uns auf unsere First-Party-Spiele zu fokussieren. Das macht es für uns nicht schwieriger oder einfacher, es ist einfach nur eine Entscheidung. Ich denke aber, dass es aus kreativer Sicht schwieriger ist, First-Party-Exklusivtitel zu erschaffen als einfach nur einen Deal abzuschließen."

Allerdings möchte Spencer auch nicht verhehlen, dass Sony in der Tat eine großartige First-Party-Franchises besitzt. Er hege größten Respekt für das Team bei Naughty Dog und auch für die Leute bei Polyphony, so Spencer.

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