ZCam - Der Mensch als dreidimensionaler Spielecontroller

von Christian Merkel,
11.12.2007 12:52 Uhr

Mit dem Eyetoy hat Sony die Notwendigkeit eines Controllers bei Spielen abgeschafft. Der Wii-Controller von Nintendo packte drei Dimensionen ins Spielgeschehen. Beides verbinden möchte die israelische Firma 3DV mit ihrer ZCam. Dabei handelt es sich um eine Webcam, die auch registriert, wie tief Objekte im Raum liegen. So wird der ganze Spieler quasi zum Controller. In Demonstrationsvideos auf der Firmenwebsite sehen Sie unter anderem, wie die Kamera Boxbewegungen registriert und auf einem Sandsack am Computermonitor umsetzt. In einem anderen Video kann man beobachten, wie Fenster per Gestensteuerung auf dem PC-Desktop bewegt werden. Spieledesigner könnten aus diesen Ansätzen ein völlig neues Konzept entwickeln. So ist es vorstellbar, dass der Spieler selbst in Spiel als Akteur auftaucht und dabei die Steuerung mit den Händen übernimmt. Weniger schweißtreibend wäre es, wenn die Kamera dazu eingesetzt wird, Spiele mit dem Daumen Befehle zu geben.

Die Hersteller 3DV wirbt damit, dass es praktisch keine Verzögerung gäbe, da die Kamera 60 Bilder pro Sekunde aufnimmt. Außerdem zöge die Software nur wenig CPU-Last, womit weiterhin anspruchsvolle Spiele möglich wären. Weil die Kamera Infarot-Impulse aussendet und deren Reflexion erkennt, ist sie nicht auf Umgebungslicht angewiesen. Deswegen muss der Spieler auch nicht seine dunkle Zockerecke für die ZCam extra beleuchten.

In einer Mitteilung wirbt der Chef von 3DV, Zvika Klier, für sein Produkt: "Die ZCam ermöglicht es den Spieler, in einer Art und Weise, die es so noch nie gegeben hat, völlig intuitiv und natürlich mit Spielen zu interagieren. Wir laden die Entwickler ein, uns dabei dabei unterstützen, ein innovatives Erlebnis zu schaffen."


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